17.12.2018

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Neu bei FBE: "Mord im Orientexpress" von Agatha Christie
Auf der Fahrt des Orientexpress von Istanbul nach Calais fällt ein...

Eine Auswahl: Familienstücke für die Weihnachtszeit
Auch wir können uns dem vorweihnachtlichen Glanz nicht entziehen und haben...

Aktuell: "Die Jüdin von Toledo" am Schauspielhaus Bochum
Am 1. November eröffnete Johan Simons seine Intendanz am Schauspielhaus...

Neu bei FBE: "Der Name der Rose" (Umberto Eco / Gisle Kverndokk / Øystein Wiik)
1327: Mysteriöse Todesfälle bringen eine Benediktinerabtei in Ligurien in...

Neu bei FBE: "Ich werde nicht hassen" von Izzeldin Abuelaish
Dies ist die Geschichte von Dr. med. Izzeldin Abuelaish, einem...

Premiere: "Little Voice" am Theater Paderborn
Am Theater Paderborn inszeniert Katharina Kreuzhage Little Voice von Jim...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018 für Fabrice Melquiot und "Die Zertrennlichen"
Fabrice Melquiot wurde für sein Stück Die Zertrennlichen mit dem Deutschen...


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Bild von Florian ZellerZeller, Florian

Der 1979 in Paris geborene Romancier und Dramatiker Florian Zeller ist einer der begabtesten zeitgenössischen Autoren Frankreichs. Bereits 2004 wurde er mit dem "Prix Interallié", dem wichtigsten Literaturpreis Frankreichs ausgezeichnet. Im selben Jahr erschien sein erstes Theaterstück Der Andere in Paris und wurde zu einem Überraschungserfolg. Für sein drittes Stück Wenn du tot wärst, das 2006 mit großem Erfolg in der "Comédie des Champs-Elysées" lief, erhielt Zeller den "Prix jeune théâtre de l’Académie française". Weitere erfolgreiche Stücke folgten.

Die Uraufführung der Komödie Die Wahrheit fand im Pariser Théâtre Montparnasse statt. Die deutschsprachige Erstaufführung erfolgte 2011 fulminant am St. Pauli Theater Hamburg und wurde bisher von über 50 deutschsprachigen Bühnen nachgespielt. Eine Stunde Ruhe wurde unterdessen mit Christian Clavier in der Hauptrolle gelungen verfilmt. Vater wurde 2014 mit dem Prix Molière ausgezeichnet und feiert nun seinen Triumphzug an Bühnen in ganz Europa (u.a. London West End) und am Broadway in New York.

 

Wenn du tot wärst

(Si tu mourais)
Deutsch von Annette und Paul Bäcker
2D, 2H

Wenn jemand überraschend eines gewaltsamen Todes stirbt, ist es immer gefährlich und delikat seinen schriftlichen Nachlaß zu öffnen: Die Ärztin Anne hat ihren Ehemann, einen Schriftsteller und Theaterautor, durch einen Autounfall verloren. Anne möchte sein Büro auflösen und stößt dabei auf literarische Entwürfe und Notizen und den Brief einer Schauspielerin. Diese beweisen zwar nicht stichhaltig, daß er ihr untreu war, aber einige Indizien lassen doch vermuten, daß er dem Charme einer jungen Schauspielerin gegenüber nicht unempfindlich war. Vor allem aber stößt Anne auf ein unvollendetes Theaterstück, das die leidenschaftliche Liebe eines Autors zu einer Schauspielerin zum Inhalt hat. Ist dieses Manuskript etwa autobiographisch? Diese Hypothese wird bei Anne zu einer alles verschlingenden Obsession, die ihr keine Ruhe mehr läßt. Sie trifft sich mit einer jungen Schauspielerin, die die Geliebte ihres Mannes hätte sein können; sie befragt den besten Freund des Verstorbenen, doch was sie dabei herausfindet, widerspricht sich.
Mit äußerster Geschicklichkeit vermischt der Autor nun Szenen, die in der Gegenwart spielen, mit Szenen aus der Vergangenheit, in denen Anne mit ihrem Mann spricht. Etwas Mysteriöses, nicht zu Fassendes, ein irrisierender Schwebezustand entwickelt sich. Ständig verändert er die Perspektive seiner Figuren, die in irritierendem Wechsel von Abfolge und Zeit nach ihrer Wahrheit und Identität suchen.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch