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Im Januar 1960 wurde Das Fenster zum Flur am Berliner Hebbel-Theater...

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Förderpreis für "Wolkenrotz" von Vera Schindler
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Heidelberger Stückemarkt: Publikumspreis für "Einfache Leute"
Wir gratulieren Anna Gschnitzer, die mit Einfache Leute den Publikumspreis...

Uraufführung live: "Teile (hartes Brot)" von Anja Hilling am Residenztheater
Am 15. Mai eröffnet das Residenztheater München den Marstall mit der...

„Der unversöhnliche Philantrop“ (taz) – Erich Fried zum 100.
Am 6. Mai 1921 wurde Erich Fried in Wien geboren. Mit 17 floh er vor den...

Neu: "Stimmen im Kopf" Musical von Wolfgang Böhmer und Peter Lund
Nadine ist auf der Geschlossenen. Begleitet wird Nadine von Daniel. Daniel...

"Vater" von Florian Zeller gewinnt zwei Oscars
Florian Zellers Film Vater nach seinem gleichnamigen Theaterstück wurde mit...

Neue Stoffrechte: Iris Hanikas "Echos Kammern"
Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2021. Alles beginnt...


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Bild von Karl WittlingerWittlinger, Karl

Am 17. Mai 1922 wird Karl Wittlinger als einziges Kind eines Kunsttischlers in Karlsruhe geboren. Nach seinem Abitur 1940 leistet er seinen Wehrdienst, wird in Afrika eingesetzt, erleidet Kriegsverwundung und französische Gefangenschaft. 1946 beginnt er sein Studium der Germanistik und Anglistik in Freiburg i. Br. und arbeitet zum Broterwerb in verschiedenen Berufen (Heizer, Nachtwächter, Dolmetscher, Hauslehrer). Erste unveröffentlichte schriftstellerische Arbeiten, u.a. fürs Theater, entstehen. 1949 wird er Leiter einer englischsprachigen Studentenbühne und heiratet.

Von 1950 bis 1952 ist Karl Wittlinger Dramaturg und Regieassistent an den Städtischen Bühnen Freiburg. Er entschließt sich 1953, ausschließlich als freier Bühnenautor zu arbeiten. 1956 wird sein Stück Kennen Sie die Milchstraße? an den Städtischen Bühnen Köln uraufgeführt. Das Stück wird ein großer Erfolg, im In- und Ausland vielfach nachgespielt und mit dem Gerhart-Hauptmann-Preis ausgezeichnet. Im Jahr 1962 wird sein Fernseh- spiel Seelenwanderung erstmals vom WDR gesendet und als bestes TV-Spiel des Jahres mit dem Prix Italia und dem Internationalen Preis von Monte Carlo ausgezeichnet. 1968 wird Wittlinger Künstlerischer Beirat des Stadttheaters Konstanz. 1970 zieht er nach Berlin. In den folgenden Jahren entstehen fast ausschließlich Arbeiten fürs Fernsehen, u.a. Fernsehspiele für ZDF und SFB, z. B. "Ein Mann will nach oben" nach Hans Falladas Roman. 1982 übersiedelt er nach Horben bei Freiburg im Breisgau. Am 22. November 1994 stirbt Karl Wittlinger in Lippertsreute.

 

Zum Frühstück zwei Männer

Komödie
1D, 2H
UA: 08.09.1963, Nationaltheater Mannheim

Lilith, Mannequin mit Schauspielambitionen, erhält Besuch von ihrem Zimmernachbarn, Sandy Brown, einem jungen Chemiker. Er hat wieder einmal vergessen, dass Sonntag ist und er keine Frühstücksbrötchen hat. Das Problem sind aber weniger die Brötchen als seine Angst vor Frauen. Und er ist erblich "belastet": Seine Familie ist seit drei Generationen im Bestattungsgewerbe tätig. Dank genialer Begabung hat er eine Substanz entwickelt, die alles, was mit ihr in Berührung kommt, verschwinden lässt. Für ihn heißt das natürlich, die Bestattungsmethode zu revolutionieren – sauber und human. Die Experimente blieben bislang ohne praktische Folgen, die er aber umso intensiver in seinen Träumen auslebt.

An dem Punkt setzt Liliths Plan, ihn von seinen Komplexen zu kurieren, an. Sie überbringt Sandy die fingierte Nachricht, dass die Nachbarin Petersen verschwunden wäre... Ein zweiter Herr taucht an diesem Sonntagvormittag auf: der Kunstdüngerfabrikant Markus Donald, der nach seiner Tochter fahndet. Auch mit ihm treibt Lilith ihr Spiel, so weit, dass sie sich beinahe selbst in ihren Netzen fängt...