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So schön wäre es gewesen - Knut Hamsuns "Spiel des Lebens"
Die Premiere von Spiel des Lebens von Knut Hamsun war für den 20.3. geplant....

Terrence McNally im Alter von 81 Jahren verstorben
Der amerikanische Autor Terrence McNally ist am 24. März in New York in Folge...

Neu: "Wolf unter Wölfen" (Oper) von Søren Nils Eichberg und John von Düffel
"Es ist hungrige Zeit, Wolfszeit. Wer stark ist, lebe! Aber wer schwach ist,...

Neu: "Neue Reisende" von Tine Høeg
Tine Høegs Roman Neue Reisende - ausgezeichnet als bestes dänisches Debüt -...

Neu: "Polly" von Fabrice Melquiot
Als Polly auf die Welt kommt, kann niemand sagen, was er-sie ist: Junge?...

Neu: "Sprache, mein Stern. Hölderlin hören." - Hörspiel von Ruth Johanna Benrath
Die späten Gedichte Friedrich Hölderlins galten lange als minderwertige...

Neu: "Linie 912" von Thilo Reffert
In und um den Bus der Linie 912 kreuzen sich zehn Lebenswege und sind danach...

"Bombentyp" (FAZ) und "super-flockig" (Die deutsche Bühne) - UA von Löhle/Abbasi
Kurz bevor der Spielbetrieb eingestellt werden musste, war am 13. März die...

Neu: "Serpentinen" von Bov Bjerg
Mit Auerhaus gelang Bov Bjerg 2015 der Durchbruch und eroberte wenig später...

Neu: "Frida und der NeinJa-Ritter" von Philipp Löhle
Am 11. März erscheint das Kinderbuch Frida und der NeinJa-Ritter zum...


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Bild von Antoine HerbezHerbez, Antoine

Antoine Herbez absolvierte seine Ausbildung als Schauspieler am Conservatoire National Supérieur d’Art Dramatique de Paris u.a. bei Jacques Seyres und Pierre Debauche. Er spielte an verschiedenen Theatern und wirkte bei zahlreichen Kinoproduktionen, Fernsehfilmen und TV-Serien in Frankreich, Amerika, Kanada und Deutschland mit, u.a. bei "Les Testosteroni" (Regie: Pierre-Loup Rajot) und "Moi et mon blanc", "Ein Stück Himmel", sowie der amerikanischen Serie "Family Matters". Zusammen mit dem Komponisten Jakob Vinje schrieb er die Musikalische Komödie "P.P.P.". Sein Drehbuch "Libérée" wird zur Zeit für das Kino verfilmt.

 

37 Jahre

(37 ans)
Deutsch von Frank Lorenz Engel
1D, 1H
UA: 31.10.2000, Théâtre Montreux-Riviera (TMR) Montreux
DSE: 01.07.2005, ARTEMIS-Schauspielstudio München

Nadège Bariani, eine verurteilte Terroristin, steht nach 37 Jahren Haft vor ihrer Entlassung. Ideale haben ihren bewaffneten Kampf gegen die Gesellschaft einst motiviert, allerdings hat sie sich immer geweitert, über die Vergangenheit zu reden. Fünfzehn Tage vor ihrer Entlassung hat sie einen Entschluss gefasst.

Aus einer Laune heraus oder vielleicht um zu provozieren, wählt sie aus verschiedenen Fotos einen Journalisten aus. Und so betritt der 37-jährige Chlodwig Marx, arbeitslos und auf dem sozialen Abstieg, ihre Zelle. Er ist längst nicht mehr Journalist. Im Grunde ist er nichts mehr, besitzt nichts mehr, fühlt sich unverstanden und gibt vor, nur am Honorar interessiert zu sein. Fast widerwillig spult er seine Fragen ab. Doch wer interviewt hier wen? Wer von beiden ist der Eingeschlossene?

Eine Begegnung zwischen Beobachtung, Annäherung, Provokation, Kampf, Spiel, Verbitterung und Vertrauen beginnt.

37 Jahre ist Herbez’ erstes Stück für die Bühne, für das er sich von einem authentischen Fall hat inspirieren lassen: die Geschichte einer Frau, ehemals Aktivistin der Black Panthers, die seit Jahren eingesperrt ist. Ihr unbändiger Wille und ihr Hunger nach Leben und Freiheit waren der Ausgangspunkt des Stücks. Die Uraufführung am T.M.R. (vormals Théâtre du Vieux Quartier) in Montreux brillierte mit einer großartigen Pascale Roberts in der Rolle der Nadège Bariani und dem Autor selbst als Chlodwig Marx.