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DSE "Der Sittich" von Audrey Schebat an der Komödie im Bayerischen Hof
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Neu: "Links vom Mond" von Matin Soofipour Omam
Zwischen Poesie und pointierten Dialogen verhandelt Matin Soofipour Omam in...

UA: "Der Katze ist es ganz egal" am TdjW
Am 13. Januar feiert Der Katze ist es ganz egal von Franz Orghandl seine...

Neu: "Jupiter brüllt" von Annika Henrich
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"Die Piraten von Penzance" an den Wuppertaler Bühnen
Am 9. Januar findet an den Wuppertaler Bühnen die Premiere von Gilbert und...


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O'Reilly, Kaite

Kaite O’Reilly arbeitet international als Autorin, Mentorin und Dozentin. Seit den 90er Jahren publiziert und realisiert sie in der ganzen Welt Theaterstücke und wurde mit zahlreichen Preisen geehrt. Neben ihren Theaterprojekten, die u.a. im Zuge der Olympischen Spiele 2012 Teil des offiziellen Festivals wurden, ist sie intensiv in den Diskurs der „disability studies“ eingebunden und veröffentlicht regelmäßig neue Studien. Darüber hinaus vollendete sie vor Kurzem ihren ersten Roman.


Weitere Informationen zu Kaite O'Reilly

 

Die 9 Fridas

(the 9 Fridas)
Deutsch von Martin Carnevali
mind. 5 Darsteller
UA: 05.09.2014, Taipei Arts Festival Taipei
frei zur DSE

Ein schwerer Verkehrsunfall platzt in die Träume der jungen Frida Kahlo. Um sich im Krankenbett die Zeit zu vertreiben, beginnt sie, Selbstportraits zu malen. Sie werden zu Ikonen der Kunstgeschichte.

"Ich male meine Wirklichkeit", sagt die Künstlerin im Text. Im Malen verarbeitet sie den lebenslangen Kampf gegen ihre körperliche und seelische Versehrtheit. Ihre Wunden werden nie vollständig verheilen. Ihr Leben ist ein Ringen um die Behauptung ihrer Existenz vor sich und ihrer Welt. Statt sich zu verstecken, zieht es sie hinaus: Den Körper will sie wie ein Pfau zur Schau stellen, den Rollstuhl integriert sie in ihre Bildkompositionen. Sie engagiert sich für den Marxismus und die kulturellen Traditionen ihres Landes. Ihren Drang nach Freiheit verteidigt sie gegen alle sozialen Restriktionen. In der traditionellen Mythologie der Maya sucht sie nach Antworten auf Fragen der eigenen Existenz, gespenstergleich zieht es sie zwischen Unter- und Oberwelt umher. Ihre Zweifel bündeln sich in der Frage: Ist sie tot und träumt vom Leben? Oder ist sie am Leben und träumt vom Tod?

Es war einmal ... Kaite O'Reilly entscheidet sich in Die 9 Fridas gegen das Modell der linear erzählten Biografie. Es würde dem Leben der Frida Kahlo nicht gerecht. Stattdessen schreibt sie ein komplexes Mosaik der vielen bekannten und weniger bekannten Facetten der Ausnahmekünstlerin. Wie ihr Leben ist die Sprache des Stücks von besonderer Körperlichkeit in Klang und Rhythmus bestimmt, muss beim Sprechen intensiv gekaut werden. Prägend für den Text sind weniger die chronologischen Eckpunkte ihres Lebens, als vielmehr das Zusammenspiel existentieller Motive, an denen sich ihr Kampf um das Leben festmacht. Frida Kahlo wird zur schillernden Ikone der Versehrten ausgerufen. Es geht um Kunst, Schmerz, Mut und Resignation, ihre Rolle als Frau und das Herausfordern sozialer Konventionen – und um ihre unbändige Liebe zur Freiheit.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.

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