Aktuelle Nachrichten

UA: "Anfang und Ende des Anthropozäns"
Am 19. November war die Uraufführung von Philipp Löhles neuem Stück Anfang...

Ausgezeichnet: NESTROY 2021 für "Krasnojarsk" und "Einfach das Ende der Welt"
Bei der Verleihung der NESTROY-Theaterpreise 2021 wurden u. a. die DSE von...

Neu: "Schlafmodus" von Beatrix Rinke
Um nichts Geringeres als den "Weltschlaf" geht es in dem Debütstück von...

UA: "Siri und die Eismeerpiraten" am LTT
Am 4. Dezember feiert Siri und die Eismeerpiraten von Frida Nilsson seine...

Neu: Charivari 2021
Charivari 2021: Unser aktuelles Verlagsprogramm für die Spielzeit 2021/22...

Ausgezeichnet: BR-Operettenfrosch 21/22 für "Clivia" von Nico Dostal an der Oper Graz
Die Neuproduktion von Nico Dostals Operette Clivia der Oper Graz wurde mit...

Martina Clavadetscher gewinnt Schweizer Buchpreis
Für ihren Roman Die Erfindung des Ungehorsams wurde Martina Clavadetscher am...

Neufassung: "Mack und Mabel" von Jerry Herman
Aus der Feder des La Cage Aux Folles-Komponisten Jerry Herman stammt der...

ÖE: "Ich, Ikarus" von Oliver Schmaering am Burgtheater, Wien
Am 14. November feiert Ich, Ikarus von Oliver Schmaering seine...

UA: "Anfang und Ende des Anthropozäns" von Philipp Löhle
Am 19. November ist die Uraufführung von Philipp Löhles Stück Anfang und Ende...

DSE: "Noch einen Augenblick" von Fabrice Roger-Lacan am Renaissance-Theater Berlin
Am 26. November findet die deutschsprachige Erstaufführung von Noch einen...

Neue Stoffrechte: "Eine runde Sache" von Tomer Gardi
Zwei Künstler aus zwei unterschiedlichen Jahrhunderten reisen durch...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Erich ZeislZeisl, Erich

Erich Zeisl, am 18. Mai 1905 in Wien als Kind jüdischer Kaffeehausbesitzer geboren, studierte Komposition an der Wiener Musikakademie bei Joseph Marx und Hugo Kauder. Bereits während seines Studiums enstanden Klaviertrios, zahlreiche Lieder, eine einaktige Oper u.v.m. 1934 erhielt er einen österreichischen Staatspreis für ein Requiem, das in Deutschland jedoch schon damals nicht mehr aufgeführt werden durfte. Nachdem er auch in Österreich 1938 zum „Volljuden“ erklärt wurde, emigirierte er mit seiner Frau nach Paris und ließ sich 1939 in den USA nieder, wo er zeitweise durch Vermittlung von Hanns Eisler in Hollywood für MGM Filmmusiken schrieb und schließlich als Lehrer für Tonsatz und Komposition am Los Angeles City College arbeitete. Erst hier konnte 1952 seine bereits 1937 in Wien entstandene Oper „Leonce und Lena“ uraufgeführt werden. Zeisl pflegte eine enge Freundschaft mit der Schriftstellerin Hilde Spiel, die ihn in mehreren Büchern beschrieb und hatte enge Kontakte innerhalb der kalifornischen Emigrantenkreise (Alma Mahler-Werfel, Ernst Toch, Erich Wolfgang Korngold, Lion Feuchtwanger) Erich Zeisl starb am 18. Februar 1959 in Los Angeles.


Weitere Informationen zu Erich Zeisl

 

Leonce und Lena (Oper)

ein musikalisches (Opern-) Lustspiel nach dem gleichnamigen Stück von Georg Büchner
Musik von Erich Zeisl
Text von Hugo Königsgarten
Dialoge rekonstruiert von Renate Publig nach Hans Kafka und Georg Büchner
3D, 7H, zwei Sprechrollen, Chor
Orchesterbesetzung: Fl, Ob, Klar, Fg, Hr, Trp, Pos, Pk, Schl, Hrf ,VlI,VlII, Vla, Vlc ,Kb
UA: 1952, City College Los Angeles Los Angeles

Erich Zeisls 1937 in Wien geschriebenes musikalisches (Opern-) Lustspiel "Leonce und Lena" nach Georg Büchner konnte aufgrund der Annexion Österreichs 1938 und wegen der jüdischen Herkunft des Komponisten erst 1952 in einer endgültigen, allerdings englischsprachigen Fassung von Hans Kafka in Los Angeles uraufgeführt werden. Es liegt nun eine von Renate Publig erarbeitete neue deutsche Textfassung vor, die das nur fragmentarisch erhaltene Originallibretto von Hugo von Königsgarten wieder ergänzt und dabei auch die im amerikanischen Exil vorgenommenen Änderungen berücksichtigt. Erich Zeisl, dessen spätromantische, an Antonín Dvořák und Gustav Mahler geschulte Musik sich durch große Expressivität aber auch Klarheit auszeichnet, fand für Büchners satirische Komödie einen brillant-erfrischenden, zugleich gefühlvoll sensiblen, Spätromantisches mit einem grotesk-expressiven Klangidiom mischenden Tonfall.

Seine Komposition zu diesem modernen, zugleich in der Tradition des Wiener Singspiels stehenden Werks beeindruckt durch ihre feinfühlige Balance zwischen dem leichten Humor und dem zugrundeliegenden Pathos in Büchners Komödie und Königgartens Libretto.

Felix Bloch Erben vertritt das Werk in Kooperation mit dem Musikverlag Doblinger, Wien.