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Eine Auswahl unserer diesjährigen Sommertheater-Premieren im Musiktheater:...

dg-Konferenz 2022 mit Amir Gudarzi und Sokola//Spreter
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UA "Gott Vater Einzeltäter" von Necati Öziri
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Sommertheater 2022: Premieren im Schauspiel
Eine Auswahl unserer diesjährigen Sommertheater-Premieren im Schauspiel:...

UA: "Mats & Milad" von Eva Rottmann am Staatstheater Mainz
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Rückblick: "Happy End" am Renaissance-Theater Berlin
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UA: "Die nicht geregnet werden" von Maria Ursprung am Theater St. Gallen
Am 25. Mai wird Maria Ursprungs Stück Die nicht geregnet werden am Theater...

"Ja oder Nein?" - Knut Hamsun am Residenztheater
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Ivana Sokola gewinnt Autor:innenpreis des Heidelberger Stückemarkts
Ivana Sokola gewinnt mit ihrem neuen Stück Pirsch den mit 10.000 Euro...

"Ein Mann seiner Klasse" beim Berliner Theatertreffen
Am 7. und 8.5. zeigt das Berliner Theatertreffen Ein Mann seiner Klasse nach...

Auszeichnung: "1. Paul Abraham Preis" für Thomas Zaufke
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Rückblick: "Das schönste Mädchen der Welt" am Grips Theater, Berlin
Am 14. April 2022 feierte Das schönste Mädchen der Welt seine Uraufführung am...


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"Happy End" am Landestheater Tübingen

Patrick Schnicke, Karlheinz Schmitt, Hildegard Maier, Martin Schultz-Coulon, Manuel Struffolino (v.l.) (Foto © Patrick Pfeiffer / LTT)

 

Am 09. Juni feierte Happy End von Kurt Weill am Landestheater Tübingen Premiere. In der Inszenierung von Ralf Siebelt und unter der musikalischen Leitung von Rainer Tempel gelingt die historische Persiflage auf das hollywoodeske Gut-und-Böse Schema als "vergnüglicher Abend" (Schwäbisches Tagblatt), in dem Siebelt zwischen Kapitalismuskritik, Kitsch und großen Zigarren aus dem Vollen schöpft (Schwarzwälder Bote).

Die Protagonisten, "schrill und grell komödiantisch" (Schwarzwälder Bote), bewegen sich auf der im Wasser liegenden Dachlandschaft (Bühne: Timo von Kriegstein) körperbetont mal im Slapstick, mal tänzerisch (Choreografie: Catharina Lühr). Der "bösen" Crackerbande auf der einen Seite und der "guten" Heilsarmee auf der anderen Seite verpasst Ralf Siebelt "den nötigen Spielwitz" und es gelingt ihm, "dass man den gerechten Widerstand, und, wer weiß, ein bisschen heutiges Occupy" bei der mitunter kommunistisch angehauchten Heilsarmee mithört – was "ein großes Verdienst" ist (Schwäbisches Tagblatt). Mit Manuel Struffolino in der Rolle der trotteligen Commedia-Clownsfigur Jimmy Dexter, mit Martin Schultz-Coulon, der als stummer Sam Worlitzer glänzt sowie mit Uta Krause, die fulminant Obermafiosi Fliege gibt, ist die Crackerbande gut aufgestellt (Schwäbisches Tagblatt).

"Gut erarbeitet und fein begleitet von der Band" sind unter der musikalischen Leitung von Rainer Tempel die Kurt-Weill-Songs. Vor allem Silvia Pfändner in der weiblichen Hauptrolle als Lilian Holiday beweist "gesangliche Brillianz". Diese Musik "in ihrem Original dargeboten, ohne zu transponieren oder zu verändern, macht die authentisch-atmosphärische Stärke der LTT-Inszenierung aus" (Schwäbisches Tagblatt).

Weitere Vorstellungen am Landestheater Württemberg-Hohenzollern Tübingen: 28.06., 29.06., 30.06., 05.07. und 21.07.2012.

20.06.2012

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Happy End

Autoren zu dieser Nachricht:
Weill, Kurt