"Alles Schwindel" von Mischa Spoliansky am Maxim Gorki Theater in Berlin

© Produktionsmotiv Maxim Gorki Theater

 

Das Publikum des Berliner Maxim Gorki Theaters wird am 17. Dezember sowohl in das schillernde Berlin der zwanziger Jahre ent- als auch rasant aufs Glatteis ge-führt. Der Regisseur Christian Weise und der musikalische Leiter Jens Dohle machen es möglich, sie bringen Mischa Spolianskys und Marcellus Schiffers berühmte Burleske Alles Schwindel auf die Bühne. Das für seinen außergewöhnlichen musikalischen und inhaltlichen Stückzugriff bekannte Regieteam inszenierte schon 2015 Wie werde ich reich und glücklich? (Spoliansky / Schiffer) am Nationaltheater Weimar.

Alles beginnt mit einem Blind Date. Evelyne und Tonio haben sich über eine Heiratsannonce gefunden und verbringen nun den ersten gemeinsamen Abend miteinander. Erkennungszeichen: Rote Nelke. Tonio hatte alles genau geplant: Erst ins Restaurant, dann ins Variété und danach in eine Bar. Doch es kommt alles ganz anders ...

Die Uraufführung dieser zeitlosen Burleske, die 1931 im Theater am Kurfürstendamm stattfand, war ein Riesenereignis. Marlene Dietrich war nach einjähriger Abwesenheit extra aus Hollywood angereist, um der Premiere beizuwohnen. Allein ihre Gegenwart verursachte damals eine einmalige Gala-Stimmung. Das Leben war in den frühen 30er-Jahren für viele Rutsch-, für andere Achterbahn, für manche ein Tanz auf dem Vulkan. Mischa Spoliansky fing das Gefühl dieser Zeit gekonnt in seiner Musik ein und machte Songs wie "Alles Schwindel" zu wahren Evergreens.

23.11.2017

Autoren zu dieser Nachricht:
Spoliansky, Mischa
Schiffer, Marcellus