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DSE von Nina Segals "Big Guns" am Theater Ingolstadt

Nina Segal

 

Am 15. November ist die deutschsprachige Erstaufführung von Big Guns von Nina Segal am Theater Ingolstadt. Mareike Mikat inszeniert.

Die westliche Gesellschaft ist statistisch gesehen sicherer als je zuvor. Dennoch ist sie eine Gesellschaft in Angst. Gewalt rieselt durch die Medien in die durchgestylten Wohnzimmer - Kriege, Tsunamis, explodierende Gebäude, kollabierende Märkte - doch all das tangiert uns nicht unmittelbar. Zwar klickt man sich per Smartphone durch alle möglichen Gewaltszenarien, aber die Bedrohung ist glücklicherweise stets weit weg. Was aber, wenn nicht?

Nina Segals Stück nimmt eine Gesellschaft ins Visier, die von Gewalt als Form der Unterhaltung besessen ist, sich aber paradoxerweise mehr denn je bedroht fühlt. Zwei Performer sind die Wegweiser in die Unterwelt des Grauens. Sie führen ohne Umwege zum perfekten Paar Ike und Kay, in deren Vorzeigehaus der Horror umgeht, sie schnüffeln ungeniert im Tagebuch eines Mädchens und zeigen, wie ein YouTube-Star live im eigenen Videokanal schikaniert wird.

"Nina Segal ist eine politische Autorin", so Regisseurin Mareike Mikat, "weil sie die soziale und psychische Verwahrlosung einer Gesellschaft aufdeckt. Vom sicheren kapitalistischen Hafen aus glotzt man auf einen Bildschirm und nicht auf die reale Welt. Sie führt eine Gesellschaft vor, die desensibilisiert für Gewalt ist und das Leiden schlicht ignoriert."

29.10.2019

Stücke zu dieser Nachricht:
Big Guns

Autoren zu dieser Nachricht:
Segal, Nina