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"nachtschattengewächse" ausgezeichnet mit dem Retzhofer Dramapreis 2021
Die erstmals vergebene Auszeichnung des Retzhofer Dramapreis für den Bereich...

Neu bei FBE: "Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt" Kinderoper von Oliver Ostermann & Alexander Kuchinka
Kaum ist bei der Feuerwehr der verdiente Kaffee fertig, da stört schon wieder...

Neu bei FBE: "Die Steilwand" von Jordi Galceran
Jordi Galceran hat sieben Jahre nach Der Kredit mit Die Steilwand wieder...

"Ein Recht auf Chanel" - UA von "Einfache Leute"
Am 20. Juni war die Uraufführung von Anna Gschnitzers Stück Einfache Leute am...

"'Verbindungsfehler' geht unter die Haut" - UA von Julian Mahid Carly
Am 20. Juni war die Uraufführung von Verbindungsfehler von Julian Mahid Carly...

Necati Öziri gewinnt beim Bachmann-Preis
Mit zwei Preisen wurde Necati Öziri bei den „Tagen der deutschen Literatur“...

Sommertheater 2021: Premieren im Musiktheater
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Sommertheater 2021: Premieren im Schauspiel
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Denger, Fred

Zur originellen Biografie des am 12. Juni 1920 in Darmstadt geborenen Alfred Denger gehören so außergewöhnliche Berufe wie Raubtierpfleger, Bänkelsänger und Zirkusreiter. Er war aber vor allem ein bekannter Berliner Schriftsteller mit nicht nur schreibender Beziehung zum Theater. So leitete er beispielsweise 1981 das Inseltheater in Bayreuth.

Fred Denger schaffte es sogar mit einer durchaus zweifelhaften Leistung bis ins Guinness-Buch der Rekorde: Er war zwölf Mal verheiratet. Sein Freund Tom Buchwald bezeichnete ihn einmal als exzentrischen Drehbuchautor, der sich gern in maßgeschneiderten Mönchskutten kleidete. Neben mehr als zwei Dutzend Drehbüchern zu Publikumsrennern wie Karl May- und Edgar Wallace-Filmen schrieb er auch den Theater-Klassiker Langusten (berühmt geworden mit Tilla Durieux) und ebenso erfolgreiche Bücher (z.B. "Der große Boss").

Fred Denger starb am 30. Oktober 1983 in Hohegeiß im Harz.

 

Langusten

Ein Schauspiel für eine Person in drei Akten
1D

Der Alltag von Marie Bornemann (Putzfrau) ist wahrlich kein leichtes Leben. Tagtäglich, immer, irgendwie lebenslänglich, stets auf den Knien, eine Art Dauerwallfahrt. Ihr 60. Geburtstag - große Erwartungen, Hoffnung auf ein wenig Ausbruch aus ihrer Vereinsamung. Völlig unerwartet erlaubt ihr der Ladeninhaber (für den sie schon ihr ganzes Leben lang putzt) an ihrem Ehrentag, sich in der Auslage etwas auszusuchen - sie wählt eine Languste. Für sie der Inbegriff der feineren Genüsse, die sie im Leben versäumt hat.

Das wird ein Festessen, und endlich hat sie mal wieder - wenn auch nur für ein paar Stunden - Gesprächsgefährten: Eine Arbeitskollegin, eine Rentnerin aus dem Altersheim und Emil, auf den sie sich besonders freut. Bald sollen die Gäste eintreffen - jetzt soll gefeiert werden... doch Marie gelangt zu einer späten Einsicht.