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Wir freuen uns über die Einladung von Ariane Kochs verdeckt zum Schweizer...

Neu: "Glare" Kammeroper von Søren Nils Eichberg und Hannah Dübgen
Der Futurologe Michael enthüllt seinem besten Freund Alex, dass seine neue...

Dramatiker:innen-Fonds am Berliner Ensemble
Im Rahmen eines kurzfristig ins Leben gerufenen Dramatiker:innen-Fonds hat...

"Und morgen streiken die Wale" als Online-Adventure
Am 13. März hat Und morgen streiken die Wale von Thomas Arzt Premiere am...

"Kleist fürs Homeoffice" (Süddeutsche Zeitung): "Cecils Briefwechsel"
Die Uraufführung von Gott Vater Einzeltäter von Necati Öziri (Regie: Sapir...

Neu: "Die gar schröckliche Geschichte vom Kleinen Dings" von Magnus Båge und Lena Ollmark
Eine komische Gruseloper für Kinder ab 8 Jahren: Das Kleine Dings muss eine...

6 Oscar-Nominierungen für Zellers THE FATHER
Der Film nach dem Theaterstück Vater von Florian Zeller wurde für insgesamt...

Neue Romane im Frühjahrsprogramm
Alle Aufführungsrechte bei Felix Bloch Erben Tove Ditlevsen...

"Poesie einer verlorenen Normalität" - "Krasnojarsk" von Johan Harstad
Am 12. Februar war die deutschsprachige Erstaufführung von Johan Harstads...

"Der Vorname" und "Das Abschiedsdinner" im ORF
Zwei Stücke von Matthieu Delaporte und Alexandre de La Patellière werden im...


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Bild von Stefan AndresAndres, Stefan

Stefan Andres wurde am 26. Juni 1906 in Trittenheim an der Mosel geboren. Als 9. Kind eines Müllers besuchte er eine Jesuiten-Klosterschule. Eine Priesterausbildung brach er zugunsten seines Germanistikstudiums ab, ein christlicher Ton blieb seinem Werk aber immer erhalten. 1937 emigrierte er mit seiner Familie nach Italien, wo er bis 1948 in Positano in der Nähe Neapels wohnte. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wohnte er von 1950 bis 1961 in Unkel am Rhein.

Stefan Andres war Erzähler, Dramatiker und Lyriker und avancierte in den fünfziger Jahren zu einem der meistgelesenen und erfolgreichsten deutschen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. In dieser Zeit wurde er mit Preisen geradezu überhäuft. Andres veröffentlichte mehr als 50 Titel, darunter Romane, Novellen, Erzählungen, Dramen, Gedichtzyklen und Essays. Bereits sein erstes Buch, "Bruder Luzifer" brachte ihm einen Literaturpreis. Weitere Werke von Andres sind "El Greco malt den Großinquisitor", "Wir sind Utopie" (als Theaterstück: Gottes Utopia), Zeus lächelt und "Die Sintflut".

Anlässlich des Zweiten Vatikanischen Konzils siedelte er nach Rom über, wo er am 29. Juni 1970 starb und auf dem deutschen Friedhof im Vatikan Campo Santo Teutonico beerdigt wurde.


Weitere Informationen zu Stefan Andres

 

Gottes Utopia

Tragödie in fünf Akten nach dessen Novelle "Wir sind Utopia"
4H
UA: 1950, Düsseldorfer Schauspielhaus Düsseldorf

Schauplatz ist ein altes Kloster während des Spanischen Bürgerkriegs. Leutnant Pedro bewacht 300 Gefangene. Sollte das Kloster geräumt werden müssen, so lautet der Befehl, sind die Gefangenen zu liquidieren. Pedro gilt als unbedingt gehorsam, ist scheinbar ohne Skrupel, doch quälen ihn im Traum die Toten, deren Tötung er auf dem Gewissen hat.
Unter den Gefangenen ist Paco, eine ehemaliger Priester, der seinen Dienst für Gott gegen den Einsatz für eine der Bürgerkriegsparteien getauscht hat. Den bittet Pedro nach langem Zögern, ihm die Beichte abzunehmen.
Als das Kloster geräumt werden muss, schlägt Paco dem Leutnant vor, seine Kameraden entweichen zu lassen. Pedro lehnt ab. Sein Gegenvorschlag: Übertritt auf die Seite von Pedros Partei. Diesmal lehnt Paco ab.
Da bietet sich Paco die Gelegenheit, Pedro zu töten und mit seinen Kameraden zu fliehen...