18.12.6466

Aktuelle Nachrichten

"Alles Schwindel" von Mischa Spoliansky am Maxim Gorki Theater in Berlin
Das Publikum des Berliner Maxim Gorki Theaters wird am 17. Dezember sowohl in...

"Die Kaiserin" am Theater Baden bei Wien
Punktgenau zum 300. Geburtstag der Habsburger-Ikone und Langzeit-Regentin...

"Die lustigen Nibelungen" von Oscar Straus am Badischen Staatstheater Karlsruhe
"Er sieht so miesepetrig aus, und nicht wie sonst so munter – was hat er...

Neu bei FBE: "General Wunde" von Joël László
Die Hautkrankheit des Neugeborenen verändert das Leben von Anja und Samuel....

"Die Regeln des Sommers" in der Regie von Hannah Biedermann am Jungen Nationaltheater Mannheim
Hannah Biedermann, frisch mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST für die...

"Venedig im Schnee" am Theater an der Effingerstraße Bern, den Bühnen der Stadt Gera, dem Theater Schloss Maßbach
Gleich drei Premieren von Venedig im Schnee von Gilles Dyrek gibt es im...

Berlin-Premiere: "Weihnachten auf dem Balkon" an der Komödie am Kurfürstendamm
Am 3. Dezember war die Premiere von Weihnachten auf dem Balkon von Gilles...

UA "Broken German" von Tomer Gardi am Schauspiel Graz
Mitte November wurde Noam Brusilovskys Hörspielbearbeitung von Tomer Gardis...

"Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
"Die Farben weg, die Geräusche lauter. Die Uhren langsamer, dafür das Ticken...

SchreibenDenkenHören: "Der korallene Wald" von Ruth Johanna Benrath
Words don't come easy. Textproduktion ist oft ein hartes Ringen zwischen...

"Wartesaal" nach Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
Ein "leiser und konzentrierter Abend" (Nachtkritik): Stefan Pucher inszeniert...

Neu bei FBE: "Nach Luft jagen" von Michael A. Müller
Penelope möchte uralt werden. Wie Oma. Die sagte mal, jedes Ticken der Uhr,...

DSE: "Die Zertrennlichen" von Fabrice Melquiot am Schauspiel Frankfurt
Am Schauspiel Frankfurt ist am 26.11. Fabrice Melquiots neues Stück Die...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
 

Straus, Oscar
Am 6. April 1870 in Wien geboren, studierte Oscar Straus zunächst in seiner Heimatstadt Klavier und Komposition, ehe er sein Kompositionsstudium in Berlin...


Grünwald, Alfred
Alfred Grünwald wuchs in Wien auf. Er war schon früh als Feuilletonist und Theaterkritiker für das Neue Wiener Journal tätig, verfasste kleinere...


 

Das Walzerparadies

Wiener Operette in drei Akten
Buch von Alfred Grünwald (nach Verneuil)
Musik von Oscar Straus
4D, 6H, Nebendarsteller
Orchesterbesetzung: Fl I, II, Ob, Klar I (A.Sax), II (T.Sax), Fg, Hr I, II, Trp I, II, Pos I, II, III, Schl I, II, Hrf, Vl I, II, Va, Vc, Kb; Bühnenmusik: Akk, Git, Vl I, II
UA: 15.02.1935, Scala (Johann-Strauß-Theater) Wien

Der junge Poldi führt einen sogenannten "Lebenswandel": Er schreibt Ballberichte für eine medizinische Wochenzeitschrift, die zweimal im Jahr erscheint, wofür er natürlich jeden Ball in Wien besuchen muss. Damit muss endlich Schluss sein, finden seine Eltern: Poldi soll heiraten, und zwar am besten die Fabrikantentochter Mitzi Domayer. Da ist mit Geld zu rechnen, denn als Mitgift fallen drei vierstöckige Häuser auf Mitzi, und Poldi erhält bei standesgemäßer Eheschließung endlich die testamentarisch festgesetzten 100.000 Kronen einer Erbtante. Beim ersten Treffen sind sich die jungen Leute schnell einig: Heiraten kommt nicht in Frage! Da allerdings eine Ehe Poldi zum reichen Erben und Mitzi volljährig machen würde, beschließen die beiden, zum Schein doch miteinander vor den Altar zu treten, um sich drei Monate später wieder zu trennen.

Die Eltern sind selig, doch als die beiden Mütter dem Brautpaar nachreisen, das seine Flitterwochen angeblich in Venedig verbringt, fliegt der Schwindel auf. Denn Mitzi und Poldi sind in Wirklichkeit nach Karlsbad gefahren, wo sie sich, jeder für sich, eine schöne Zeit machen. Dort gibt es ein zufälliges Zusammentreffen mit den Vätern, die sich ihrerseits in Abwesenheit der Ehefrauen amüsieren und einen Kurschatten zulegen wollen. Die alten Herren sind über ihre Kinder empört und arrangieren eine verfängliche Szene zwischen Poldis Geliebter, der Balletteuse Gaby, und Mitzis Geliebtem, dem drolligen August aus Berlin. Doch der Vorfall führt nicht wie geplant Mitzi und Poldi näher zueinander. Im Gegenteil ist ein allgemeines Zerwürfnis die Folge – bei dem Mitzi und Poldi gleichwohl erkennen müssen, dass sie einander nach drei Monaten "Ehe" nicht mehr gleichgültig sind.

Zum Glück greift Mitzis altersweiser Großvater ein. Im barocken "Busserlpavillon" seines Anwesens eingesperrt, wo Paare sich entweder vor Hass auffressen oder vor Liebe versöhnen, sind Mitzi und Poldi zum ersten Mal miteinander allein, und schließlich siegt die Leidenschaft über alle Vorbehalte.

Dieses Werk vertritt FELIX BLOCH ERBEN im Subvertrieb für den Musikverlag und Bühnenvertrieb Zürich AG.