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Kleist-Förderpreis für Amir Gudarzi
Der Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen und Dramatiker 2022 geht an...

"Liberté oh no no no" von Anja Hilling uraufgeführt
Am 14. Januar war die Uraufführung von Anja Hillings Stück Liberté oh no no...

UA: "Gigiwonder. Die Geschichte eines Beins"
Am 19. Januar feiert Gigiwonder. Die Geschichte eines Beins von Vera...

"Alice" (Waits/Wilson) am Staatsschauspiel Dresden
Am 15. Januar ist die Premiere von Alice von Tom Waits und Robert Wilson am...

DSE "Der Sittich" von Audrey Schebat an der Komödie im Bayerischen Hof
Am 12. Januar findet an der Komödie im Bayerischen Hof die deutschsprachige...

Neu: "Links vom Mond" von Matin Soofipour Omam
Zwischen Poesie und pointierten Dialogen verhandelt Matin Soofipour Omam in...

UA: "Der Katze ist es ganz egal" am TdjW
Am 13. Januar feiert Der Katze ist es ganz egal von Franz Orghandl seine...

Neu: "Jupiter brüllt" von Annika Henrich
Eine Assistentin, ein Chor der Millennials, zwei Astronautinnenauszubildende,...

"Warte nicht auf den Marlboro-Mann" von Olivier Garofalo an der Badischen Landesbühne
Am 8. Januar ist die Premiere von Olivier Garofalos Kammerspiel Warte nicht...

"Die Piraten von Penzance" an den Wuppertaler Bühnen
Am 9. Januar findet an den Wuppertaler Bühnen die Premiere von Gilbert und...


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Aktuelle Premierenberichte
Bild von Anja HillingHilling, Anja
Doris S.-Klaas (Tagesspiegel) 

Anja Hilling studierte Germanistik und Theaterwissenschaft an der FU Berlin sowie "Szenisches Schreiben" an der UdK Berlin.
Ihr erstes Theaterstück Sterne wurde 2003 zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens eingeladen und dort mit dem Preis der Dresdner Bank für neue Dramatik ausgezeichnet. 2005 wurde Mein junges idiotisches Herz in einer Inszenierung der Münchner Kammerspiele zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen. Im selben Jahr wurde Anja Hilling in der Kritikerumfrage von Theater heute zur Nachwuchsautorin der Saison gewählt. Im gleichen Jahr folgten Einladungen zu den Werkstatttagen an der Burg und zu den Autorentheatertagen am Thalia Theater Hamburg. Mit ihrem Stück Schwarzes Tier Traurigkeit (2007) gelang Anja Hilling auch der internationale Durchbruch. Für das Jugenddrama was innen geht war Anja Hilling 2014 für den Deutschen Jugendtheaterpreis nominiert.


Auszeichnungen / Einladungen - Übersicht:

2014: Nominierung "Deutscher Jugendtheaterpreis" für was innen geht

2009: Einladung zu den Autorentheatertagen, Thalia Theater Hamburg, mit Radio Rhapsodie

2005: "Nachwuchsautorin der Saison" (Kritikerumfrage von "theater heute"); Einladung zu den Werkstatttagen an der Burg 2005, Burgtheater Wien; Einladung zu den Autorentheatertagen, Thalia Theater Hamburg, mit Protection; Einladung von Mein junges idiotisches Herz zu den Mülheimer Theatertagen (Werkstattinszenierung der Münchner Kammerspiele)

2003: Einladung zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens mit Sterne und Auszeichnung mit dem Preis der Dresdner Bank für junge Dramatik; "International Residency" am Royal Court Theatre, London

 

der Garten

3D, 4H
UA: 10.12.2011, Schauspielhaus Wien

"Aber dann hat sie ihn vergessen.
Den wesentlichen Schritt. Ins Studio der Gedanken
Und ist hängengeblieben. Im Garten der Euphorie."

Der legendäre Rockstar Sam Embers feiert in der Berliner Wuhlheide sein Comeback. Antonia, allzu routinierte Musikredakteurin und Sprachkünstlerin, mit Ach und Krach noch als jung zu bezeichnen, ist zugegen. Im Konzert reißt es Antonia aus ihrer distanzierten Sicht auf die Dinge. Wie vom Blitz getroffen, vergisst sie das Analysieren und gibt sich der Begeisterung, dem Augenblick hin. Magnetisch angezogen von dem Star der Artrockszene, der anders ist und etwas zu verstehen scheint vom Dialog mit dem Universum.
Embers sucht eine Gärtnerin, Antonia heuert an, bricht mit ihrem schicken, langweiligen, ironieverseuchten Leben und lässt Freund und Dachgeschoss hinter sich.
Wolfgang und Georg, die Polizeibeamten, die Antonia später im Garten finden, bewältigen melancholisch den Spagat zwischen Philosophie und Spurensicherung. Und dazwischen lässt Anja Hilling Blumen sprechen. Sie heißen Darjeeling Red, Beauty of Livermere und New Dawn und pflegen eine elegante Gelassenheit. Das Leiden der Großstädter an sich selbst und am körperlichen Verfall kommentieren sie klug und ein bisschen maliziös. Ihnen liegt das Wachsen und Vergehen schließlich im Blut. Keine Angst vor einem hässlichen Ende. Sie sind der Chor, die Zuschauer, die Interpreten und werden noch da sein, wenn die Natur Oberhand gewinnt und alles auf Anfang geht. Vielleicht.

Anja Hilling schreibt ein komplexes Stück über Großstädter, die „zum Glück zu klug“ sind, über ihre Denkbewegungen und die Suche nach Auswegen aus ihrer stillgelegten Existenz. Mit feinem schwarzem Humor, messerscharfen Bildern und einem reichen, sprachlichen Register erfasst Hilling den Gedankenapparat der Figuren. Und stellt dagegen das wilde Sprießen und die pralle Selbstgewissheit der Pflanzen, die auf der Seite der Ewigkeit stehen. der Garten folgt dabei dem klassischen Aufbau der Tragödie.

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