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DSE: "Und alles" von Gwendoline Soublin am Theater Konstanz
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Rieke Süßkows Inszenierung von Peter Handkes "Zwiegespräch" beim Berliner Theatertreffen
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"Wenn soziale Wärme nicht bloß ein geflügeltes Wort wäre" – POLAR von Sokola//Spreter in Wien
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"Peter Pan" (Robert Wilson / CocoRosie) am Stadttheater Ingolstadt
Ekat Cordes inszeniert am Stadttheater Ingolstadt Robert Wilsons Adaption von...

UA: "Pirsch" von Ivana Sokola am Deutschen Theater Göttingen
Am 29.1. wird Pirsch von Ivana Sokola am Deutschen Theater Göttingen...

ÖE: Frau Zucker will die Weltherrschaft" von Wolfgang Böhmer und Peter Lund am Theater der Jugend Wien
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Schauspiel: Stücke über das Anthropozän
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Let's Vielfalt: Junge Stücke jenseits einer binären Weltordung
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UA: "Tom Sawyer" an der Komischen Oper Berlin
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Neu bei FBE: "Mieter" von Paco Gámez
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Bild von Nick WoodWood, Nick

Bevor Nick Wood anfing, für das Theater zu schreiben, war er als Schauspieler und Journalist tätig. Heute arbeitet er als Autor und ist Dozent für Szenisches Schreiben, seine Stücke werden in Nord-Amerika und ganz Europa gespielt. Sein Werk "Snapshots" wurde beim Orlando Fringe Festival als "Bestes Stück" ausgezeichnet.
Für BBC Radio 4 schreibt Nick Wood auch Hörspiele. An der Arbeit für Bühne und Radio schätzt er die "Unmittelbarkeit und Einfachheit. Die richtige Bewegung, ein Blick, eine Geste können oft mehr als eine halbe Seite des Dialogs, ein Ton kann den Zuhörer direkt im Herzen des Geschehens ankommen lassen."

Sein Kindertheaterstück "Warrior Square" erlebte unter dem Titel Fluchtwege am Hans Otto Theater in Potsdam seine DSE, wurde zum 7. Deutschen Kinder- und Jugendtheatertreffen eingeladen und 2003 mit dem Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin ausgezeichnet.

Weitere Informationen zur Original-Produktion von Malala - Mädchen mit Buch am Nottingham New Theatre finden Sie hier.

 

Malala - Mädchen mit Buch

(A Girl with a Book)
Deutsch von Anja Tuckermann und Guntram Weber
1H
UA: 10.06.2013, Playhouse Nottingham
DSE: 24.09.2014, Deutsches Schauspielhaus Hamburg

Schon eine ganze Weile hatte Malala Yousafzai, die Tochter eines Schuldirektors, über den Radiosender BBC ein Blog verfasst, in dem sie über den Alltag unter dem islamistischen Regime schrieb und vehement für ihr Recht auf Schulbildung eintrat. Sie wurde bedroht und überlebte schließlich ein Attentat. Als die Taliban am 9. Oktober 2012 auf die damals Fünfzehnjährige schossen, wurde das unerhört mutige Mädchen aus Pakistan endgültig weltberühmt. Malala, die unbeirrt von den Todesdrohungen, weiter ihre Ansprüche formuliert, hielt an ihrem sechzehnten Geburtstag eine Rede vor den Vereinten Nationen. Zwischenzeitlich wurde Sie als Preisträgerin für den Friedensnobelpreis gehandelt.

Der preisgekrönte britische Autor Nick Wood wählt einen streng subjektiven und zugleich tastenden Ansatz, um diese Geschichte einem jungen Theaterpublikum nahe zu bringen: Ein britischer Autor sitzt an seinem Tisch und denkt über Malala nach. Er versucht, sich seiner eigenen sicheren Position bewusst, zu ermessen, welches Wagnis dieses Mädchen eingegangen ist. Er sammelt Informationen zur politischen Lage, er fragt sich, warum ihn die Nachricht von diesem Attentat so aufgewühlt hat. Was weiß er von Malala? Was kann er von seinem Standpunkt aus dazu sagen? Was ist überhaupt sein Standpunkt? Wie geht er mit Vorurteilen um?
Der Autor trägt Blogeinträge zusammen, vergegenwärtigt sich die Gefahr, in die Malala und ihre Mitschülerinnen sich begeben und er macht sich und den Zuschauern klar, wie ungeheuer mutig es ist, das zu tun, was Malala getan hat und weiterhin tut. Sie fügt sich nicht in ihr Schicksal, sondern sie zeigt Gesicht.

Malala - Mädchen mit Buch ist ein Monolog, der sich fragend der Geschichte eines außergewöhnlichen Menschen annähert und dabei immer wieder die eigenen Vorurteile und Annahmen reflektiert. Ein Vexierbild, eine quasi-dokumentarische Recherche über Malala, deren Geschichte uns eines erzählt: Dass das mutige Handeln eines einzelnen Menschen entscheidend sein kann für die Art und Weise, wie wir die Welt sehen.

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Premieren zu diesem Stück
21.02.2023, Osnabrück, Städtische Bühnen