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Förderpreis für "Wolkenrotz" von Vera Schindler
Wolkenrotz von Vera Schindler hat den Förderpreis des Berliner...

Erzählung für Bildschirm und Kopfhörer nach Maria Ursprungs "Schleifpunkt"
Eigentlich sollte die Uraufführung von Maria Ursprungs Stück Schleifpunkt...

Schweizer Theatertreffen: "verdeckt" von Ariane Koch
Wir freuen uns über die Einladung von Ariane Kochs verdeckt zum Schweizer...

Neu: "Glare" Kammeroper von Søren Nils Eichberg und Hannah Dübgen
Der Futurologe Michael enthüllt seinem besten Freund Alex, dass seine neue...

Dramatiker:innen-Fonds am Berliner Ensemble
Im Rahmen eines kurzfristig ins Leben gerufenen Dramatiker:innen-Fonds hat...

"Und morgen streiken die Wale" als Online-Adventure
Am 13. März hat Und morgen streiken die Wale von Thomas Arzt Premiere am...

"Kleist fürs Homeoffice" (Süddeutsche Zeitung): "Cecils Briefwechsel"
Die Uraufführung von Gott Vater Einzeltäter von Necati Öziri (Regie: Sapir...

Neu: "Die gar schröckliche Geschichte vom Kleinen Dings" von Magnus Båge und Lena Ollmark
Eine komische Gruseloper für Kinder ab 8 Jahren: Das Kleine Dings muss eine...

6 Oscar-Nominierungen für Zellers THE FATHER
Der Film nach dem Theaterstück Vater von Florian Zeller wurde für insgesamt...

Neue Romane im Frühjahrsprogramm
Alle Aufführungsrechte bei Felix Bloch Erben Tove Ditlevsen...

"Poesie einer verlorenen Normalität" - "Krasnojarsk" von Johan Harstad
Am 12. Februar war die deutschsprachige Erstaufführung von Johan Harstads...

"Der Vorname" und "Das Abschiedsdinner" im ORF
Zwei Stücke von Matthieu Delaporte und Alexandre de La Patellière werden im...


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Bild von Arna AleyAley, Arna
Foto: Vincent Stefan 

Arna Aley studierte Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin und Violoncello an der Akademie für Musik und Theater in Vilnius/Litauen. Sie arbeitete als Regieassistentin am Berliner Ensemble, u. a. bei George Tabori und Claus Peymann. 2009 wechselte sie zum Film und leitete u.a. die Regieabteilung beim internationalen Multimediaprojekt "DAU" (Regie: Ilya Khrzhanovsky), arbeitete als Head Editorin und Dramaturgin beim Film- und Multimediaprojekt „VMayakovsky“ (Regie: Alexander Shein). Seit 2016 ist sie als freie Mitarbeiterin bei der Deutschen Orchestervereinigung e.V. und beim Netzwerk Junge Ohren tätig (aktuelles Projekt: „Musikfrachter BTHVN 2020“). Arna Aley lebt als freischaffende Autorin, Journalistin, Übersetzerin und Regisseurin in Berlin.

Auszeichnungen

2020 Translator in Residence im Europäischen Übersetzer-Kollegium in Straelen
2019: Preisträgerin des Arbeitsstipendiums für Literatur des Berliner Senats
2019: Aufenthaltsstipendium des Deutschen Übersetzerfonds im Europäischen Übersetzer-Kollegium in Straelen
2019: Teilnahme am Mentoring-Programm "Frauen in Kultur & Medien" des Deutschen Kulturrates
2019: Kulturaustauschstipendium des Landes Berlin 2019
2018: Artist in Residence (Drehbuch) in Villa Decius (Krakow/ Polen
2007: Gewinnerin der St. Galler Autorentage (Jurypreis)
2007: Einladung zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens 2005: Jurypreis des Wettbewerbs DRAMA KÖLN
2005: 1. Preis des Wettbewerbs Stückwerk II, Leipzig
2002: Einladung zur Göttinger Dramatikerwerkstatt
2001: Alfred-Toepfer-Stipendium für das Abschlussstück an der Universität der Künste
2000: Einladung zur Autorenwerkstatt der Bonner Biennale

Stücke / Uraufführungen

Das neue Jerusalem, UA 18.05.2017, Wolfgang Borchert Theater, Münster.

Die letzte Soirée, UA 06.09.2014, Wolfgang Borchert Theater, Münster.

4 1/2, UA: 15.12.2007, Berliner Ensemble; (eingeladen zum Stückemarkt beim Theatertreffen 2007; Jurypreis St. Galler Autorentage; 1. Preis Stückwerk II, Leipzig).

"Monsieur Arrières Makro Scrabble" (Musik: Rochus Aust), gefördert durch "Fonds Experimentelles Musiktheater"; UA: 28.04.2006, Theater Hagen.

"Euphorie", UA: 28.10.2004, Neuköllner Oper Berlin; ein Auftragsstück der Neuköllner Oper Berlin.

Im siebten Himmel ist Ruh, UA: 10.03.2004, Theater KOSMOS Bregenz; DE: 03.12.2004, Landestheater Coburg.

"Himmelsleiter", UA: 2002, Deutsches Theater Göttingen; ausgezeichnet mit dem Jahresstipendium der Alfred-Toepfer-Stiftung; eingeladen zur Dramatikerwerkstatt Göttingen.

Filme / Premieren

"VMayakovsky", Premiere: 03.10.2017 zur Eröffnung des Festivals "Territoria" in Moskau, (Regie Alexander Shein);

"VMayakovsky", Multimedia-Installation, Eröffnung: 29.03.2018 Tretjakow-Galerie in Moskau

"DAU", Premiere: 28.01.2018, Théâtre du Châtelet/Théâtre de la Ville de Paris, (Regie Ilya Khrzhanovsky)

 

Die letzte Soirée

7D, 13H, (Mehrfachbesetzungen möglich)
UA: 06.09.2014, Wolfgang Borchert Theater Münster

Mir ist die Kunst alles, ich bin der Kunst nichts.

"An Alfred Flechtheim schieden sich die Geister. Die einen hielten ihn für überheblich und aufbrausend, die anderen für einen humorvollen, quirligen Kopf. Manche zerrissen sich die Mäuler über seine Extravaganz, seine Homosexualität und den Hang zur großspurigen Geste, andere wiederum rissen sich darum, zu seinen Vernissagen eingeladen zu werden." (Die Welt)

Der Galerist Alfred Flechtheim gehört zweifellos zu den schillerndsten Figuren im Deutschland des frühen 20. Jahrhunderts. Fred, wie er genannt wurde, entstammt einer jüdischen Münsteraner Kaufmannsfamilie. Doch mit Getreidehandel hat der junge Mann nichts am Hut – auf dem Schweizer Internat, auf das ihn der Vater schickt, lernt er lieber Französisch, das Kaufmännische interessiert ihn nicht. Statt im Getreidekontor verbringt er seine Zeit lieber in Berliner, Pariser und Londoner Künstlerkreisen. Der Kunstliebhaber heiratet die vermögende Betti Goldschmidt, gründet 1913 in Düsseldorf seine erste Galerie und beginnt, alle Größen der Moderne zu sammeln – was er entdeckt, wird später Kunstgeschichte schreiben. Im Berlin und Paris der 1920er-Jahre umgibt sich Fred mit der aufstrebenden Avantgarde und einem Bekanntenkreis von Matisse über Picasso bis zu George Grosz. Seine Soiréen, Ausstellungseröffnungen und Bälle waren legendär und galten als gesellschaftliche Ereignisse.

Der Erste Weltkrieg und die Machtergreifung der Nazis zerstören dem Förderer, Verleger und Sammler die wirtschaftliche und persönliche Existenz. 1937 stirbt Flechtheim verarmt im Londoner Exil. 1941, am Vorabend der drohenden Deportation seiner inzwischen geschiedenen Frau Betti, kehrt Fred aus dem Totenreich zu ihr zurück, um noch einmal zurückzublicken und so etwas wie eine Idee vom Menschen Alfred Flechtheim zu hinterlassen. Wie sieht ihn die Welt am Ende – als kalkulierenden Kunstspekulanten, dekandenten Kunstliebhaber, spendierfreudigen Kunstsammler oder durchgeknallten Kunstvisionär?

Arna Aley hat sich des Stoffes im Auftrag des Wolfgang Borchert Theaters angenommen und ein dokumentarisch-fiktionales Bild des großen Kunstmäzens geschrieben.

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