Aktuelle Nachrichten

Kleist-Förderpreis für Amir Gudarzi
Der Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen und Dramatiker 2022 geht an...

"Liberté oh no no no" von Anja Hilling uraufgeführt
Am 14. Januar war die Uraufführung von Anja Hillings Stück Liberté oh no no...

UA: "Gigiwonder. Die Geschichte eines Beins"
Am 19. Januar feiert Gigiwonder. Die Geschichte eines Beins von Vera...

"Alice" (Waits/Wilson) am Staatsschauspiel Dresden
Am 15. Januar ist die Premiere von Alice von Tom Waits und Robert Wilson am...

DSE "Der Sittich" von Audrey Schebat an der Komödie im Bayerischen Hof
Am 12. Januar findet an der Komödie im Bayerischen Hof die deutschsprachige...

Neu: "Links vom Mond" von Matin Soofipour Omam
Zwischen Poesie und pointierten Dialogen verhandelt Matin Soofipour Omam in...

UA: "Der Katze ist es ganz egal" am TdjW
Am 13. Januar feiert Der Katze ist es ganz egal von Franz Orghandl seine...

Neu: "Jupiter brüllt" von Annika Henrich
Eine Assistentin, ein Chor der Millennials, zwei Astronautinnenauszubildende,...

"Warte nicht auf den Marlboro-Mann" von Olivier Garofalo an der Badischen Landesbühne
Am 8. Januar ist die Premiere von Olivier Garofalos Kammerspiel Warte nicht...

"Die Piraten von Penzance" an den Wuppertaler Bühnen
Am 9. Januar findet an den Wuppertaler Bühnen die Premiere von Gilbert und...


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Effi Briest

Theaterfassung nach dem gleichnamigen Roman von Reinhard Göber
5D, 4H

Göber reduziert den fein gesponnenen Gesellschaftroman Fontanes auf ein Familien- und Ehedrama. Die Gesellschaft im pommerschen Kessin bleibt ebenso ausgeklammert wie Effis Jugendfreundinnen in Hohen-Cremmen. Dafür wird Effis Vertraute, Dienerin Roswitha, zu einer fast stummen Musikerin, die ihre Herrin mit ihren wehmütigen, zuweilen auch wütenden Akkordeonklängen wie ein ohnmächtiger Schutzengel auf Schritt und Tritt begleitet. Umstellungen, Kürzungen und Streichungen ergeben ein höchst tragfähiges Konzentrat, in dem Göber die Original-Dialoge sprechen läßt. Er eröffnet seine Sicht auf die Hauptfigur Effi, deren Handeln, deren Sich-Treiben-Lassen auch für unsere Zeit plausibler erscheinen als in der Romanvorlage. Erschreckend aktuell erscheinen auch Figuren wie der gnadenlose Karrieremacher von Instetten oder die dem Diktat der Gesellschaft hörige Mutter, die ihre Sehnsüchte auf die Tochter projiziert.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch