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UA: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller (nach Alfred Döblin) am Theater Magdeburg
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

KinderStückePreis 2019: Nominierungen für "Die Eisbärin" und "Ich, Ikarus"
Zwei Kinderstücke aus unserem Programm wurden zu den diesjährigen Mülheimer...

ÖEA: "Die Mitwisser" von Philipp Löhle am Schauspielhaus Graz
Am Schauspielhaus Graz inszeniert Felicitas Braun Die Mitwisser von Philipp...

Neu: Felicia Zeller bei Felix Bloch Erben
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Ursendung: "Wie die Blinden träumen" von Tomer Gardi im SWR
Die Ursendung von Tomer Gardis neuem Hörspiel Wie die Blinden träumen ist am...

Premiere: "Ikar" von Katrin Lange am Unicorn Theatre
Ikar - zu Wasser, zu Lande, in der Luft (Das Labyrinth) von Katrin Lange hat...

SEA: "Die Zertrennlichen" am Theater und Orchester Biel Solothurn
Das Theater und Orchester Biel Solothurn bringt am 27. Februar die Schweizer...

Wiederentdeckt: "Mörder ohne Bezahlung" von Eugène Ionesco
"Die Leute wissen davon und lassen sich trotzdem überraschen." Mörder ohne...

Premiere: "Die Stühle" von Eugène Ionesco am Burgtheater Wien
"Das Theater spiegelt offensichtlich die Beunruhigung unserer Zeit." sagte...


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Bronnen, Arnolt

Berühmt wurde Arnolt Bronnen, geboren 1895 in Wien, mit seinem Stück Vatermord, das 1922 bei der Frankfurter Uraufführung heftige Zuschauerreaktionen auslöste. Auch einige der nachfolgenden Stücke wie die Katalaunische Schlacht (1924) oder Die Exzesse (1923) wurden kontrovers besprochen und führten zu seinem Ruf als Skandalautor. Seine Freundschaft mit Bertolt Brecht und anderen Linksintellektuellen der Weimarer Republik wurde auf die Probe gestellt, als er sich in den folgenden Jahren zunehmend rechten und rechtsextremen Kreisen zuwandte. Während der Zeit des Nationalsozialismus engagierte er sich dann jedoch, ausgeschlossen aus der Reichsschrifttumskammer, im Widerstand. 1955 siedelte Arnolt Bronnen nach Ost-Berlin über, wo er unter anderem als Dramaturg am Berliner Ensemble tätig war und 1959 starb. "Er war ein Mitläufer, aber von ganz eigener Art: er lief immer mit denen mit, die dagegen waren." (Rühle)

 

Die Geburt der Jugend

2D, 6H

Das Stück entstand 1914, ein Jahr vor „Vatermord“, mit dem es eine Einheit bildet. „Dann bricht das Feuer aus uns aus das verlöschte gebleichte eingesperrte vernichtete Feuer.“ Die Jugendlichen sehen sich einer starren und autoritären Elterngeneration gegenüber. Karl wird zu ihrem Anführer, der voller Inbrunst gegen Schule und Elternhaus rebelliert und mit seiner Leidenschaft alle – egal ob Mann oder Frau – mit sich reißt: "Sie sind übersehbar. Sie sind eng. Was wollen Sie hier Sie kommen gar nicht in Betracht." Im letzten Teil, der sich als expressionistisches Gedicht Bahn bricht, wird der Aufstand der Jugend als orgiastische Vereinigung von Mensch und Natur imaginiert. Nach dem Sieg über die Alten folgt zunächst die Feier von Schönheit und Kraft, bevor die Erkenntnis der eigenen Isolation und Sterblichkeit zur letztendlichen Verzweiflung führt.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch