Aktuelle Nachrichten

Neu bei FBE: "Peter Pan" von CocoRosie & Robert Wilson
Robert Wilson und das amerikanisch-französische Freak-Folk-Duo CocoRosie...

Ausgewählt: Maria Ursprung bei den Autorentheatertagen 2020
Die Jury hat getagt und aus über 150 Einsendungen die drei Gewinnerstücke der...

"Sprachschön und brutal": Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis für Felicia Zeller
Felicia Zeller wird mit dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis 2020...

UA: "Die Bademattenrepublik" am JES
Am 1. Dezember war die Uraufführung von Die Bademattenrepublik nach dem...

DSE: Nina Segals "Nachts (bevor die Sonne aufgeht)" in Mainz
Am 14. Dezember ist die deutschsprachige Erstaufführung von Nina Segals Stück...

Neu bei Desch: "Die Weinprobe" von Ivan Calbérac
Steve ist nicht nur ein vorbestrafter Gauner, sondern entpuppt sich durch...

Neuübersetzungen: "Die Nashörner" und "Bunbury"
Die Neuübersetzungen von Die Nashörner und Bunbury unterstreichen die...

"Die Mitwisser" von Philipp Löhle am Theater Osnabrück
Am 7. Dezember hat die Inszenierung von Philipp Löhles Stück Die Mitwisser...

SE: Chris D’Arienzos "Rock of Ages" in Emmenbrücke
Am 14. Dezember ist am Le Théâtre in Emmenbrücke die Schweizer Erstaufführung...


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Bild von Arthur AdamovAdamov, Arthur
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Arthur Adamov (* 23. August 1908; † 15. März 1970) war ein französischer Übersetzer, Schriftsteller und Dramatiker russischer Herkunft. Er gilt neben Eugène Ionesco, Samuel Beckett und Georges Schehadé als einer der wichtigsten Autoren des Absurden Theaters.

1914 verließ seine Familie Russland um sich schließlich 1924 in Paris niederzulassen. Adamovs Nähe zum Marxismus und sein Engagement während des Spanischen Bürgerkrieges auf republikanischer Seite führten 1941 zu einer knapp einjährigen Inhaftierung in einem Konzentrationslager bei Argelès-sur-Mer. Nach dem Zweiten Weltkrieg schrieb er Dramen und übersetzte Werke u. a. von Maxim Gorki, Anton Tschechow und Georg Büchner. Während sich Adamovs Frühwerk mit der Sinnlosigkeit und Gleichförmigkeit der menschlichen Existenz beschäftigt, geht die Entwicklung Ende der 1950er Jahre immer stärker in Richtung der gesellschaftskritischen Dramen Bertolt Brechts.

 

Invasion

(L'invasion)
Deutsch von Erica de Bary
4D, 3H
UA: 14.11.1950, La Comédie et Studio des Champs-Elysées Paris
DSE: 29.02.1952, Theater Pforzheim

Das Manuskript eines Verstorbenen bestimmt Handlung und Gruppierung der Personen. Pierre versucht, den Nachlass seines besten Freundes und Schwagers zu ordnen. Das umfangreiche Archiv aus Schriftstücken ist auf der ganzen Bühne verstreut und in seiner Unübersichtlichkeit kaum zu bändigen. Pierre verstrickt sich mit der Passion eines Besessenen in seine Aufgabe, zweifelt am Wahrheitsgehalt der Schriften, an der Richtigkeit einzelner Sätze und schließlich an der Sprache überhaupt. Von seiner Umgebung, die ihn eigentlich in seiner Aufgabe unterstützen will, zieht er sich immer mehr zurück. In seiner Isolation sieht er kaum noch, was um ihn herum vor sich geht, dass seine Frau sich einem anderen Mann zuwendet und seine Mutter mehr an den politischen Verhältnissen interessiert ist – ihre merkwürdige Angst vor einer bevorstehenden Invasion schafft eine Atmosphäre latenter Bedrohung.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch