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Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg 2024
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Nominiert für den Heidelberger Stückemarkt 2024: Arad Dabiri mit "DRUCK!"
Arad Dabiri ist mit seinem Stück DRUCK! für den Autor:innenpreis des...

Junges Theater: Monologe für die Bühne und das Klassenzimmer
Im März stellen wir Monologe vor, die sich thematisch und formal sowohl für...

Oscar-Nominierung für "Das Lehrerzimmer" von Ilker Çatak und Johannes Duncker
Am 10. März 2024 werden zum 96. die Academy Awards verliehen. Das...

"Buddeln" von Clara Leinemann gewinnt Kinder- und Jugenddramatiker:innen Preis
Am 25.02.2024 wurden in Duisburg im Rahmen des Festivals "Kaas & Kappes" die...

"Wonderwomb" von Amir Gudarzi beim Festival Shakespeare is dead
Am 15.2. wurde Wonderwomb von Amir Gudarzi in niederländischer Übersetzung...

UA: "Die Königinnen" am Landestheater Linz
Am 10.02.2024 feierte Die Königinnen von Thomas Zaufke (Musik) und Henry...

Die Mumins - Hörspiel-Serie startet am 08. Februar
Ab 08.02.2024 ist die neue WDR Hörspiel-Serie "Die Mumins" nach dem...

Junges Theater: Entdeckungen für Erstaufführungen
Im Februar haben wir Stücke junger Dramatiker:innen zusammengestellt, die...

Schauspiel: Uraufführungen junger Autor:innen im Januar und Februar
Wir freuen uns über eine ganze Reihe an Uraufführungen junger Dramatik in...

UA: Musical "Siddhartha" am Stadttheater Minden
Am 20.02.2024 wird das Musical Siddhartha am Stadttheater Minden (Produktion:...

Rückblick: UA "Das unschuldige Werk" von Thomas Arzt in Linz
Am 27.01.2024 wurde Das unschuldige Werk von Thomas Arzt am Landestheater...

Premiere von Agatha Christie's "Mord im Orientexpress" am Luzerner Theater
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Rückblick: UA "Über die Notwendigkeit, dass ein See verschwindet" von Anna Neata in Linz
Am 26.01. wurde Über die Notwendigkeit, dass ein See verschwindet von Anna...

Rieke Süßkow beim Theatertreffen 2024
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Luk Perceval inszeniert Hans Falladas "Wolf unter Wölfen" in Hamburg
Am 18. Januar 2024 hatte Wolf unter Wölfen in der Fassung von Christina...

UA: "Princess" am Grips Theater, Berlin
"Tränen fließen über meine Wangen. Mit aller Kraft versuche ich dagegen...

"Einszweiundzwanzig vor dem Ende" - der neue Delaporte am St. Pauli Theater
Am 21. Januar hatte Matthieu Delaporte neuestes Stück, die 3-Personen-Komödie...

Rückblick: "Hello, Dolly!" am Musiktheater im Revier
Am 13.01.24 feierte Hello, Dolly! von Jerry Herman Premiere am Musiktheater...

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Heymann, Werner Richard
Werner Richard Heymann, geboren am 14. Februar 1896 in Königsberg, schrieb mit sechzehn Jahren sein erstes Orchesterwerk. Die "Rhapsodische Symphonie" des...


Gerlitz, Carsten
Carsten Gerlitz, 1966 in Berlin geboren, studierte an der HdK Berlin Musik. Seine musikalische Ausbildung am Klavier und in Arrangement und Komposition...


 

Der Kongress tanzt

Eine musikalische Komödie nach dem gleichnamigen Film von Erik Charell
Neue Bühnenfassung von Michael Quast und Rainer Dachselt
Musik von Werner Richard Heymann
Musikalische Arrangements von Carsten Gerlitz
3D, 8H, (Mehrfachbesetzungen möglich)
Orchesterbesetzung: Variabel; Vorhandene Besetzung: Fl, Klar I, Klar II (A.Sax), Dr, Git, Kl, Akk, Vl I, Vl II, Vc, B (Streicher einzeln besetzt)
UA: 25.05.2007, Theater Baden-Baden

„Das gibt’s nur einmal, das kommt nicht wieder“ und „Das muss ein Stück vom Himmel sein“ sind nur zwei der unsterblichen Melodien Werner Richard Heymanns, die natürlich auch in der neuen Bühnenversion des Klassikers Der Kongress tanzt nach Erik Charells gleichnamigem Film erklingen. Michael Quast und Rainer Dachselt haben die Handlung neu für die Bühne gefasst und mit zusätzlichen Songs von Werner Richard Heymann ergänzt. Mit feinsinnigem Humor, der virtuosen Verwendung verschiedener Sprachstile und überraschenden, hintersinnigen Pointen stellen sie Gegenwartsbezüge im historischen Gewand her, sei es z.B. beim Gehabe der Diplomaten, dem Spitzelsystem Metternichs oder dem Finanzminister, der ob der Kosten des Kongresses schier verzweifelt. Gleichzeitig wird dabei die romantische Liebesgeschichte der Handschuhmacherin Christel und des russischen Zaren nicht vernachlässigt.

Auf dem Wiener Kongress, wo Könige, Fürsten und Diplomaten über das Schicksal Napoleons und Europas debattieren, scheint Staatskanzler Fürst Metternich alles im Griff zu haben – außer einigen Kleinigkeiten, die trotz seines exzellenten Spitzelsystems und seiner Sicherheitskräfte noch nicht so ganz funktionieren. Da ist u.a. die Handschuhmacherin Christel, die mit einem besonderen Werbegag auf ihr Geschäft aufmerksam macht: jedem gekrönten Haupt, das in Wien eintrifft, wirft sie einen Blumenstrauß mit ihrer Adresse in die offene Kutsche. Als nun der Zar von Russland kommt, zielt sie nicht richtig und trifft diesen am Kopf. Die Russen vermuten sofort ein Attentat – aber Gott sei Dank haben sie vorgesorgt: Statt des Zaren sitzt ein Double, der tumbe Bauernsohn Uralsky, in der Kutsche. Christel wird verhaftet, doch ihrem Geliebten Pepi, der der engste Mitarbeiter Metternichs ist, gelingt es, dass sich der Zar höchstpersönlich einschaltet und sie der Strafe entgeht.

Zu Pepis Leidwesen verliebt sich der Zar in Christel, führt sie zunächst zum Heurigen aus und lässt sie später in einer prachtvollen Kutsche abholen. Was Pepi immer mehr erzürnt, kommt den Plänen Metternichs äußerst entgegen: so lange der Zar mit Liebschaften beschäftigt ist, stört er seine Pläne auf dem Kongress nicht. Aber die einfältigen, in ihrem System eingefahrenen Diplomaten und Fürsten haben die Rechnung ohne den Zaren und seinen Doppelgänger gemacht, den dieser geschickt benutzt, um sich bei den ballseeligen Diplomaten gegen Metternich durchzusetzen. Christel träumt noch immer von der wahren Liebe an der Seite des russischen Fürsten, als auf dem Höhepunkt des Balls die Nachricht eintrifft, dass Napoleon aus Elba geflohen und als Usurpator in Frankreich gelandet ist. Der Zar muss nach Russland zurückkehren, Christels Traum ist zerplatzt. Rückblickend weiß sie: „Das gibt’s nur einmal, das kommt nie wieder“.

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