Aktuelle Nachrichten

UA: "Die nicht geregnet werden" von Maria Ursprung am Theater St. Gallen
Am 25. Mai wird Maria Ursprungs Stück Die nicht geregnet werden am Theater...

UA: "Mats & Milad" von Eva Rottmann am Staatstheater Mainz
Am 2. Juni feiert Mats & Milad oder: Nachrichten vom Arsch der Welt von Eva...

UA "Gott Vater Einzeltäter" von Necati Öziri
Am 3. Juni ist die Uraufführung von Necati Öziris Stück Gott Vater...

"Ja oder Nein?" - Knut Hamsun am Residenztheater
Am 8. Mai war die mehrfach verschobene Premiere von Stephan Kimmigs...

Ivana Sokola gewinnt Autor:innenpreis des Heidelberger Stückemarkts
Ivana Sokola gewinnt mit ihrem neuen Stück Pirsch den mit 10.000 Euro...

"Happy End" (Weill/Brecht/Hauptmann) am Renaissance-Theater Berlin
Am 13. Mai hat Happy End am Renaissance-Theater Premiere und ist zum ersten...

UA: "Serverland" von Josefine Rieks an den Landungsbrücken Frankfurt
Am 12. Mai wird Serverland nach dem Roman von Josefine Rieks am Theater...

"Ein Mann seiner Klasse" beim Berliner Theatertreffen
Am 7. und 8.5. zeigt das Berliner Theatertreffen Ein Mann seiner Klasse nach...

Auszeichnung: "1. Paul Abraham Preis" für Thomas Zaufke
Thomas Zaufke wird als erster Musikschaffender mit dem neugeschaffenen, mit...

Rückblick: "Das schönste Mädchen der Welt" am Grips Theater, Berlin
Am 14. April 2022 feierte Das schönste Mädchen der Welt seine Uraufführung am...

Premiere: "Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat" an der Oper Wuppertal.
Am 20. Mai 2022 feiert der Kinderbuchklassiker Vom kleinen Maulwurf, der...


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Bild von Curt GoetzGoetz, Curt

1888 in Mainz geboren, zählt Curt Goetz zu den wichtigsten Vertretern der gehobenen deutschen Boulevardkomödie und des brillant geschriebenen Konversationsstücks. Bei der pointierten Ausarbeitung der Dialoge dürften dem Autor seine Erfahrungen als Schauspieler sicherlich ebenso geholfen haben wie bei der Dramaturgie seiner well-made-plays.

Standen am Anfang seiner schriftstellerischen Karriere Einakter im Mittelpunkt, etablierte er sich ab 1921 auch als Autor abendfüllender Stücke, wobei er sich viele Hauptrollen quasi "auf den Leib" schrieb z. B. Hokuspokus (1927) oder Dr. Med. Hiob Praetorius (1932).

In den 30er Jahren schrieb er vermehrt Drehbücher und produzierte Filme. 1939 emigrierte er gemeinsam mit seiner Frau Valerie von Martens in die Vereinigten Staaten. Ab 1945 lebte er in der Schweiz, wo er am 12. September 1960 starb.

Im Auftrag von Felix Bloch Erben bearbeitete Curt Goetz den bekannten Schwank Der Raub der Sabinerinnen. Diese Fassung zählt noch heute zu den beliebtesten Bearbeitungen dieses Werkes.

Curt-Goetz-Gesellschaft e. V. (externer Link)

 

Die Tote von Beverly Hills



Der Schweizer Emigrant C. G. findet in den Hügeln Hollywoods den nackten Körper einer jungen Frau. Der geniale Detektiv Ben Blunt nimmt C. G. mit auf die Spurensuche. Schnell ist klar: Die ermordete Lu Sostlova hat nicht nur eine bewegte Vergangenheit. Unter dem Schein des reichen bürgerlichen Lebens führte sie ein pikantes Liebesleben, das sich dank ihres sorgfältig geführten, geheimen Tagebuchs minutiös rekonstruieren lässt. An ihrem Ehemann vorbei hielt sie sich mehrere Geliebte – und so mancher hätte ein nur zu gutes Motiv für den Mord gehabt ...

Dieser spritzige Cocktail aus Kriminalgeschichten, erotisch geladenem Tagebuch, stilechtem Western und einem Schuss Autobiografie, gemixt in Hollywood und versetzt mit einem Hauch Melancholie, ist ein äußerst geistreicher Genuss. Das Vergnügen am schlagkräftigen Wort, an der überraschenden Pointe, am Gewagten, das delikat das Allzu-Gewagte verschweigt, alles, was den Bühnenautor Goetz so unnachahmlich machte, funkelt auch in jeder Zeile dieser „Satire auf einen Bestseller“. (Deutscher Taschenbuch Verlag)

Anlässlich der DVD-Veröffentlichung der Verfilmung von 1964 (Regie Michael Pfleghar) in einer komplett restaurierten Fassung schrieb der Tagesspiegel: "Im Grunde beruht 'Die Tote von Beverly Hills' auf der Formel: Papas Kino minus piefige Mehlspeisigkeit plus Neuer Deutscher Film minus Oberseminar. ( ... ) Zwischen diesen Polen des BRD-Kinos wirkt der Film wie ein irrlichternder Solitär mit Freude am Spiel mit filmischen Formen und Tonfällen. Mal erinnert er an eine ausgelassene osteuropäische Komödie, dann wieder an die Nouvelle Vague, schließlich an die lässigen Pop-Art-Komödie jener Zeit. ( ... ) Dass er als einer der schönsten deutschen Farbfilme der 60er über weite Strecken in Schwarz-Weiß gedreht ist, gehört dabei zum Programm, ständig Erwartungen zu unterlaufen."

Hinweis: Es ist jeder Bühne möglich, in Rücksprache mit dem Verlag eine eigene Adaption des Romans zu erstellen.