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Am 5. Januar 2021 wurde Friedrich Dürrenmatt geboren. "Faszinierend bleibt...

Neu: Charivari 2020
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DER FAUST 2020 für Martin Berger
Für seine Inszenierung "Ariadne auf Naxos" am Deutschen Nationaltheater...

Hörspiel: "Feuersturm" von David Paquet
David Paquet blättert in Feuersturm (Ü: Frank Weigand) ein liebevoll makabres...

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Bild von Felicia ZellerZeller, Felicia
© Ralf Hiemisch 

Felicia Zeller hat sich vor allem als Dramatikerin einen Namen gemacht, tritt aber auch in eigenen Kurzfilmen in Erscheinung, ihr Kurzprosa-Debüt "Einsam lehnen am Bekannten" wurde 2009 mit dem Clemens-Brentano-Preis ausgezeichnet. 2020 erhielt sie den Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis für ihr "vorliegendes Gesamtwerk", darunter das metadokumentarsich-schräge Bühnenwerk Bier für Frauen (2001) und Kaspar Häuser Meer, eine Untersuchung der Jugendsozialarbeiterpsyche mit den typisch zellerschen Mitteln der Groteske (Publikumspreis bei den Mülheimer Theatertagen 2008). Weitere Einladungen zu den Mülheimer Theatertagen gab es 2011, 2013, 2015 und 2016 mit den Stücken Gespräche mit Astronauten, X-Freunde, Wunsch und Wunder sowie Zweite allgemeine Verunsicherung. 2013 wird X-Freunde in der Kritikerumfrage von Theater heute zum besten deutschsprachigen Stück gewählt. Geboren wurde Zeller 1970 in Stuttgart. Sie studierte Film und Medien an der an der Filmakademie Baden-Württemberg. 1999/2000 war sie Hausautorin am Theater Rampe in Stuttgart.

Weitere Auszeichnungen (Auswahl):
- 1993 Baden-Württembergischer Jugendtheaterautorenpreis für Immer einen Hund gehabt/plane crazy (1928)
- 1999/2000 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg - 2013 Hermann-Sudermann-Preis für Dramatiker

Website von Felicia Zeller

 

Bier für Frauen

5 Darsteller*innen, Besetzung variabel
UA: 23.09.2001, Staatstheater Mainz

Poetische Verdichtungen von Gesprächen stark alkoholisierter Frauen. Berichte aus dem Zwischenreich des Rausches. Sprech- und Gesprächsversuche zerplatzen wie Bierhefebläschen. Kampftrinkerinnen reden sich um Kopf und Kragen. Mehr als um die Entkräftung des Vorurteils, dass Frauen die tieferen, interessanteren und einfühlsameren Gespräche führen, geht es Felicia Zeller um die moderne Tragik ihrer Antiheldinnen: Ungebrochener Ausdruckswille kämpft gegen das Unvermögen sich zu erinnern, Gedanken im Zaum zu halten oder auch nur eine Weile konsequent zu verfolgen. Auf plötzlichen Eingebungen reiten Zellers Barhockerinnen in hoffnungslose Missverständnisse, schwarze Kommunikationslöcher und in die nächste Depression.

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