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"nachtschattengewächse" ausgezeichnet mit dem Retzhofer Dramapreis 2021
Die erstmals vergebene Auszeichnung des Retzhofer Dramapreis für den Bereich...

Neu bei FBE: "Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt" Kinderoper von Oliver Ostermann & Alexander Kuchinka
Kaum ist bei der Feuerwehr der verdiente Kaffee fertig, da stört schon wieder...

Neu bei FBE: "Die Steilwand" von Jordi Galceran
Jordi Galceran hat sieben Jahre nach Der Kredit mit Die Steilwand wieder...

"Ein Recht auf Chanel" - UA von "Einfache Leute"
Am 20. Juni war die Uraufführung von Anna Gschnitzers Stück Einfache Leute am...

"'Verbindungsfehler' geht unter die Haut" - UA von Julian Mahid Carly
Am 20. Juni war die Uraufführung von Verbindungsfehler von Julian Mahid Carly...

Necati Öziri gewinnt beim Bachmann-Preis
Mit zwei Preisen wurde Necati Öziri bei den „Tagen der deutschen Literatur“...

Sommertheater 2021: Premieren im Musiktheater
Wir freuen uns auf Theater unter freiem Himmel - hier eine Auswahl unserer...

Sommertheater 2021: Premieren im Schauspiel
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Öziri, Necati

Necati Öziri, geboren 1988, studierte Philosophie, Germanistik und Neuere Deutsche Literatur in Bochum, Istanbul und Berlin. Er war Stipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung und arbeitete als Regisseur und Dramaturg zunächst am Ballhaus Naunynstraße und dann am Maxim Gorki Theater in Berlin, wo er von 2014 bis 2017 künstlerischer Leiter des Studio R war. Sein Stück "Get deutsch or die tryin'" wurde 2018 zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen. Seit 2017 ist Necati Öziri Dramaturg bei den Berliner Festspielen und leitet dort das Internationale Forum des Theatertreffens.

 

Die Verlobung in St. Domingo - Ein Widerspruch

von Necati Öziri gegen Heinrich von Kleist
3D, 2H
UA: 04.04.2019, Schauspielhaus Zürich
Koproduktion mit dem Maxim Gorki Theater, Berlin

Auf Haiti tobt die Revolution. Nach über hundert Jahren der Sklaverei kämpft die geknechtete Bevölkerung für ihre Freiheit. Eines Nachts klopft der junge Gustav, ein Adeliger aus der Schweiz, an der Haustür von Toni, der Ziehtochter eines Revolutionsführers, und bittet um Schutz auf der Flucht vor den Truppen der neuen Machthaber.

In seiner kurz nach der französischen Revolution erschienenen Novelle, einer dramatischen Lovestory im Setting der Revolution, machte Heinrich von Kleist klare Fronten auf: "Weiß" gegen "Schwarz", Gut gegen Böse, Ordnung gegen Anarchie. Necati Öziri widerspricht den vermeintlich klaren Positionen. Seine Figuren sprechen stattdessen eine neue Sprache, die von Zweifeln und Wut durchdrungen ist. Toni ringt als Erzählerin um ihre Vision der Geschichte. In einem kunstvollen Wechselspiel aus dialogischen und monologischen Szenen forciert der Text eine postkolonialistische Überprüfung unseres Literatur- und Wertekanons.

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