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Der Tagesspiegel berichtete am 12. Mai über ein drängendes Problem im Zuge...

Neu: "Gigiwonder. Die Geschichte eines Beins" von Vera Schindler
Die Arbeiten laufen gut und Gigis Augen werden schwer. Als er aufwacht, ist...

"Der Fiskus" von Felcia Zeller in Mülheim
Felicia Zellers Stück Der Fiskus wurde für den Mülheimer Dramatikerpreis...

Sina Ahlers und Johanna Kaptein beim Heidelberger Stückemarkt
Sina Ahlers und Johanna Kaptein sind mit ihren Stücken Schamparadies und...

Neu: "Noch einen Augenblick" von Fabrice Roger-Lacan
Suzanne liebt ihren Mann wie eh und je, auch wenn der eifersüchtige Julien...

Neu: "Wie der Vater, so der Sohn" von Clément Michel
Was, wenn Vater und Sohn eines Morgens im Körper des anderen aufwachen?...

Stipendien für Ruth Johanna Benrath und Esther Becker
ASSITEJ e.V. und KJTZ haben angesichts der aktuellen Corona-Krise fünfzehn...

"Alles was Sie wollen" und "Wir kommen" bei den PTT
"Noch ist nicht klar, ob wir die neunten Privattheatertage vor Publikum...

Ariane Koch beim Hans-Gratzer-Stipendium 2020
Am 22. Mai ab 20 Uhr werden die Stückentwürfe der sechs Finalist*innen des...

Neu: "Hawaii" von Cihan Acar
Es sind die heißesten Tage im Jahr, Hundstage, die, so glauben manche,...

Neu: "Wolf unter Wölfen" (Oper) von Søren Nils Eichberg und John von Düffel
"Es ist hungrige Zeit, Wolfszeit. Wer stark ist, lebe! Aber wer schwach ist,...

Neu: "Polly" von Fabrice Melquiot
Als Polly auf die Welt kommt, kann niemand sagen, was er-sie ist: Junge?...


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Bild von Olga GrjasnowaGrjasnowa, Olga
© René Fietzek 

Olga Grjasnowa, geboren 1984 in Baku, Aserbaidschan, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, bevor längere Auslandsaufenthalte sie nach Polen, Russland, Israel und in die Türkei führten. Für ihren vielbeachteten Debütroman "Der Russe ist einer, der Birken liebt" wurde sie mit dem Klaus-Michael-Kühne-Preis und dem Anna-Seghers-Preis ausgezeichnet. 2014 erschien "Die juristische Unschärfe einer Ehe". Mit Gott ist nicht schüchtern wurde 2017 ihr dritter Roman im Aufbau Verlag veröffentlicht, den sie selbst für die Bühne bearbeitet.

 

Gott ist nicht schüchtern

Fassung von Olga Grjasnowa
nach ihrem gleichnamigen Roman
Besetzung variabel
UA: 02.04.2020, Berliner Ensemble Berlin

Das Textbuch ist nach der Uraufführung verfügbar. Bestellungen können vorgemerkt werden.

Als die syrische Revolution ausbricht, haben Amal und Hammoudi eigentlich zwei glänzende Karrieren vor sich. Doch durch den Krieg werden sie alles verlieren, was ihr bisheriges Dasein ausmacht – wie unzählige andere Menschen auch, die aus politischen Gründen ihr Zuhause verlassen müssen.

Amal feiert in Damaskus ihre ersten Erfolge als Schauspielerin, Hammoudi hat gerade eine Stelle in einem der besten Krankenhäuser von Paris ergattert, bevor er für einen Besuch nach Syrien zurückkehrt und dort von der Bürokratie zum Bleiben gezwungen wird. Beide stammen aus privilegierten Verhältnissen, ihre Zukunft scheint gesichert. Zwei Jahre später wird Amal im Ozean treiben und ein Baby retten, das sie fortan ihr Eigen nennt. Hammoudi wird auf einem winzigen Schlauchboot hocken und darauf hoffen, lebend auf Lesbos anzukommen. In Berlin begegnen sich Amal und Hammoudi wieder: zwei Menschen, die von vorn anfangen müssen.

Auf der Basis fundierter Recherchen erzählt Olga Grjasnowa diese fiktive und doch wahrhaftige Geschichte und geht der grundsätzlichen Frage nach, was es bedeutet, auf der Flucht zu sein, nicht zu wissen, ob und wo man bleiben kann und für wie lange.