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Neu: Charivari 2021
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Ausgezeichnet: BR-Operettenfrosch 21/22 für "Clivia" von Nico Dostal an der Oper Graz
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Martina Clavadetscher gewinnt Schweizer Buchpreis
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ÖE: "Ich, Ikarus" von Oliver Schmaering am Burgtheater, Wien
Am 14. November feiert Ich, Ikarus von Oliver Schmaering seine...

UA: "Anfang und Ende des Anthropozäns" von Philipp Löhle
Am 19. November ist die Uraufführung von Philipp Löhles Stück Anfang und Ende...

DSE: "Noch einen Augenblick" von Fabrice Roger-Lacan am Renaissance-Theater Berlin
Am 26. November findet die deutschsprachige Erstaufführung von Noch einen...

Neue Stoffrechte: "Eine runde Sache" von Tomer Gardi
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Bild von Oscar WildeWilde, Oscar

Oscar Fingal O' Flahertie Wills Wilde kam am 16. Oktober 1854 in Dublin zur Welt. Er besuchte 1864-1871 die Portora Royal School in Enniskillen und studierte 1871-1874 klassische Literatur am Trinity College in Dublin und 1874-1878 am Magdalen College in Oxford. Neben der Schriftstellerei wandte sich Oscar Wilde der Kunst im weitesten Sinne zu; er wurde zu einem Verfechter der Idee des Ästhetizismus und unterstützte das Motto "Kunst um der Kunst willen" (L'art pour l'art). Seine literarischen Arbeiten wurden von kunstphilosophischen Abhandlungen und Essays begleitet, die unter den ästhetizistischen Künstlern seiner Zeit bekannt und diskutiert waren. Wilde wurde bereits zu seiner Zeit als Schriftsteller bewundert und war im prüden viktorianischen England zugleich als Skandalautor und Dandy verschrien. Er war berühmt für geschliffene Eloquenz und sein extravagantes Auftreten.

Nach 1882 hielt er Vorlesungen in den USA und Kanada, wurde aber von der Kritik lächerlich gemacht. Wilde arbeitete 1887-1889 für die Pall Mall Gazette und danach als Herausgeber der Zeitschrift Woman's World. Während dieser Jahre veröffentlichte er die für seine Söhne geschriebene Märchensammlung "Der glückliche Prinz und andere Märchen" (The Happy Prince and Other Tales, 1888, Kunstmärchen) und "Das Bildnis des Dorian Gray" (The Picture of Dorian Gray, 1891). In den folgenden Jahren schrieb Oscar Wilde etwa jährlich ein neues Werk, vor allem Gesellschaftskomödien. Am bekanntesten sind Lady Windermere´s Fächer (Lady Windermere’s Fan, 1892), Eine Frau ohne Bedeutung (A Woman of No Importance, 1893), Ein idealer Gatte (An Ideal Husband, 1895) und Bunbury (The Importance of Being Earnest, 1895), welches ein satirisches Abbild der Oberklasse darstellt und als sein bestes Werk gilt.

Am 30. November 1900 starb Oscar Wilde im Pariser "Hotel d’ Alsace" an den Folgen einer Hirnhautentzündung, die aus einer chronischen Mittelohrentzündung resultierte. Der Mythos, Wilde habe an der damals unheilbaren Syphilis gelitten, konnte unlängst durch zwei südafrikanische Wissenschaftler widerlegt werden.

 

Bunbury oder Ernst sein ist alles!

(The Importance of Being Earnest)
Deutsch von Sebastian Schug
4D, 5H

Sebastian Schug hat für seine Übersetzung des Klassikers von Oscar Wildes einen freien Zugang gewählt. Die Vertreter der jüngeren Generation sprechen hier sehr direkt und pointiert miteinander, während sich etwa Lady Bracknells Wortwahl deutlich vom unverhohlenen Ton ihres Neffen unterscheidet. Schug schafft hier sprachlich eine neue, spannungsreiche Zuspitzung, bleibt dem Werk Oscar Wildes aber dramaturgisch treu.

Zwei Freunde haben jeweils eine Person erfunden, um ihr Leben freier gestalten zu können: Algernon einen kranken Freund namens Bunbury auf dem Land und der auf dem Land lebende Dandy John einen leichtlebigen Bruder namens Ernest in London. Wildes witzigste und erfolreichste Komödie lebt von den turbulenten Verwicklungen und vom Spiel um die Doppeldeutigkeiten der Namen und Personen.

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