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Schweine-Junge, Schweine-Prozess, Schweine-Utopie: In drei Episoden einer...

DE: "Leonce und Lena" von Erich Zeisl am Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg Buchholz
Der 1905 in Wien geborene Komponist Erich Zeisl, Sohn eines jüdischen...

UA: "Kill Baby" von Ivana Sokola am Nationaltheater Mannheim
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ÖEA: "Vincent van Gogh" von Kverndokk & Wiik beim Musical Frühling Gmunden
In der Art eines farbenreichen, rasanten Bilderbogens erzählt das Musical...

Unsere Ur- und Erstaufführungen im September
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Neu bei FBE: "Der Sandmann" von Robert Wilson
Robert Wilson und die Singer-Songwriterin Anna Calvi erwecken E.T.A Hoffmann...

UA: "Der Mann, der eine Blume sein wollte" von Anja Tuckermann am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 24. September 2021 feiert Der Mann, der eine Blume sein wollte von Anja...

Inszenierung des Jahres: "Einfach das Ende der Welt"
Wir gratulieren Regisseur Christopher Rüping, dem Schauspielhaus Zürich und...

UA: "Hawaii" von Cihan Acar am Theater Heilbronn
Am 24. September hat Cihan Acars Roman Hawaii am Theater Heilbronn...

DSE: "Weinprobe für Anfänger" von Ivan Calbérac am Theater Chemnitz
Am 25. September 2021 kommt Weinprobe für Anfänger von Ivan Calbérac am...

DSE: "Schimmerndes Wasser" von Johanna Emanuelsson am Theater Heidelberg
Am 24. September 2021 wird Schimmerndes Wasser von Johanna Emanuelsson am...

UA: "Der Sonnenkönig" von Werner Holzwarth am Consol Theater Gelsenkirchen
Am 5. September 2021 kommt Der Sonnenkönig von Werner Holzwarth zur...

DSE: "Zwei Lügen, eine Wahrheit" von Blanc/ Poiret am Mittelsächsischen Theater
Am 25. September 2021 kommt Zwei Lügen, eine Wahrheit von Sébastien Blanc und...


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Bild von Oscar WildeWilde, Oscar

Oscar Fingal O' Flahertie Wills Wilde kam am 16. Oktober 1854 in Dublin zur Welt. Er besuchte 1864-1871 die Portora Royal School in Enniskillen und studierte 1871-1874 klassische Literatur am Trinity College in Dublin und 1874-1878 am Magdalen College in Oxford. Neben der Schriftstellerei wandte sich Oscar Wilde der Kunst im weitesten Sinne zu; er wurde zu einem Verfechter der Idee des Ästhetizismus und unterstützte das Motto "Kunst um der Kunst willen" (L'art pour l'art). Seine literarischen Arbeiten wurden von kunstphilosophischen Abhandlungen und Essays begleitet, die unter den ästhetizistischen Künstlern seiner Zeit bekannt und diskutiert waren. Wilde wurde bereits zu seiner Zeit als Schriftsteller bewundert und war im prüden viktorianischen England zugleich als Skandalautor und Dandy verschrien. Er war berühmt für geschliffene Eloquenz und sein extravagantes Auftreten.

Nach 1882 hielt er Vorlesungen in den USA und Kanada, wurde aber von der Kritik lächerlich gemacht. Wilde arbeitete 1887-1889 für die Pall Mall Gazette und danach als Herausgeber der Zeitschrift Woman's World. Während dieser Jahre veröffentlichte er die für seine Söhne geschriebene Märchensammlung "Der glückliche Prinz und andere Märchen" (The Happy Prince and Other Tales, 1888, Kunstmärchen) und "Das Bildnis des Dorian Gray" (The Picture of Dorian Gray, 1891). In den folgenden Jahren schrieb Oscar Wilde etwa jährlich ein neues Werk, vor allem Gesellschaftskomödien. Am bekanntesten sind Lady Windermere´s Fächer (Lady Windermere’s Fan, 1892), Eine Frau ohne Bedeutung (A Woman of No Importance, 1893), Ein idealer Gatte (An Ideal Husband, 1895) und Bunbury (The Importance of Being Earnest, 1895), welches ein satirisches Abbild der Oberklasse darstellt und als sein bestes Werk gilt.

Am 30. November 1900 starb Oscar Wilde im Pariser "Hotel d’ Alsace" an den Folgen einer Hirnhautentzündung, die aus einer chronischen Mittelohrentzündung resultierte. Der Mythos, Wilde habe an der damals unheilbaren Syphilis gelitten, konnte unlängst durch zwei südafrikanische Wissenschaftler widerlegt werden.

 

Bunbury oder Ernst sein ist alles!

(The Importance of Being Earnest)
Deutsch von Sebastian Schug
4D, 5H

Sebastian Schug hat für seine Übersetzung des Klassikers von Oscar Wildes einen freien Zugang gewählt. Die Vertreter der jüngeren Generation sprechen hier sehr direkt und pointiert miteinander, während sich etwa Lady Bracknells Wortwahl deutlich vom unverhohlenen Ton ihres Neffen unterscheidet. Schug schafft hier sprachlich eine neue, spannungsreiche Zuspitzung, bleibt dem Werk Oscar Wildes aber dramaturgisch treu.

Zwei Freunde haben jeweils eine Person erfunden, um ihr Leben freier gestalten zu können: Algernon einen kranken Freund namens Bunbury auf dem Land und der auf dem Land lebende Dandy John einen leichtlebigen Bruder namens Ernest in London. Wildes witzigste und erfolreichste Komödie lebt von den turbulenten Verwicklungen und vom Spiel um die Doppeldeutigkeiten der Namen und Personen.

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