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Eigentlich sollte die Uraufführung von Maria Ursprungs Stück Schleifpunkt...

"Creepy Groteske mit Anleihen bei der schwarzen Romantik" (Süddeutsche Zeitung)
Das Staatstheater Nürnberg zeigt Isola von Philipp Löhle als Filmadaption...

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Neue Romane im Frühjahrsprogramm
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Eine neue Post-Dramatik? - "Cecils Briefwechsel"
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"Poesie einer verlorenen Normalität" - "Krasnojarsk" von Johan Harstad
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Live-Stream: "Happy End für Eilige" - Brechtfestival Augsburg
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"Der Vorname" und "Das Abschiedsdinner" im ORF
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Berliner Theatertreffen 2021: "Einfach das Ende der Welt" von Jean-Luc Lagarce
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Wir gratulieren unserem Regisseur Nils Zapfe, der ab sofort die Position des...

KinderStückePreis 2021: Nominierung für Esther Becker
Wir gratulieren: Esther Becker ist mit Das Leben ist ein Wunschkonzert für...

Golden-Globe-Nominierungen Florian Zellers THE FATHER
Der Film nach dem Theaterstück Vater von Florian Zeller wurde für insgesamt...


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Bild von Annika HenrichHenrich, Annika
© Kerstin Schomburg 

Annika Henrich wird 1990 in Gießen geboren. Sie studiert Szenische Künste an der Universität Hildesheim mit einem Auslandsaufenthalt an der Anadolu Üniversitesi Eskişehir (Türkei) und Dramaturgie an der Akademie für Darstellende Kunst in Ludwigsburg. Neben und im Rahmen ihres Studiums entwickelt sie Performances und Festivalformate und betreut als Dramaturgin studentische Produktionen. Assistenzen und Hospitanzen in den Bereichen Regie und Dramaturgie absolviert sie am Stadttheater Gießen, Schauspiel Hannover, Schauspiel Stuttgart und im Suhrkamp Theaterverlag. Seit der Spielzeit 19/20 ist sie Dramaturgieassistentin am Schauspiel Hannover.

Ihr Stück Halt mich auf gewinnt 2019 den Publikumspreis des Hans-Gratzer-Stipendiums am Schauspielhaus Wien und wird im März 2020 am Staatstheater Nürnberg uraufgeführt.

 

Halt mich auf

2D, 2H

Es ist einer dieser bizarren multifunktionalen Gebäudekomplexe, wie sie in fast jeder Großstadt stehen: Zwischen Büros und Mietwohnungen, Ladenzeile und Parkhaus sollte hier am "Kreisel" das moderne Leben blühen. Heute wirken die Menschen fehl am Platz. Eine junge Frau will eigentlich Schauspielerin sein, schleppt sich mit ihrem selbstgeschriebenen Monolog aber bloß von Job zu Job. Eine Biotechnologin verbringt die Zeit im Bullshit-Job damit, möglichst beschäftigt auszusehen. Es ist zu spät, um jemanden nach ihrer genauen Aufgabe zu fragen. Und ein Bauunternehmer versteht die Welt nicht mehr, als eine Menschenmenge gegen seine geplante Sanierung protestiert.

Wo gehören wir hin? Inmitten heutiger urbaner Realität strampeln sich drei Existenzen ab zwischen Vereinzelung und Liebessehnsucht, Gentrifizierung und Prekariat. Kommentiert von den Stammgästen der Kneipe nebenan, die im Nichtstun ihre ganz eigene, entrückte Form der Rebellion gefunden haben.

Halt mich auf wurde mit dem Publikumspreis des Hans-Gratzer-Stipendiums ausgezeichnet:

"Wo ist das schöne Leben - als tatsächlicher Ort in der Welt? Annika Henrichs Text entzieht sich intelligent den Konventionen gesellschaftskritischer Bühnenstücke und pflanzt ganz sanft ein Misstrauen: Liegt nicht ein totaler Skandal in dem kampflosen Hinnehmen unserer Lebensumstände? Dabei ist ihr Text noch zum Brüllen komisch (kein kleines Kunststück)!"
Nis-Momme Stockmann, Mentor des Hans-Gratzer-Stipendiums 2019

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