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Heidelberger Stückemarkt: Publikumspreis für "Einfache Leute"
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Förderpreis für "Wolkenrotz" von Vera Schindler
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Schweizer Theatertreffen: "verdeckt" von Ariane Koch
Wir freuen uns über die Einladung von Ariane Kochs verdeckt zum Schweizer...

„Der unversöhnliche Philantrop“ (taz) – Erich Fried zum 100.
Am 6. Mai 1921 wurde Erich Fried in Wien geboren. Mit 17 floh er vor den...

Neu: "Glare" Kammeroper von Søren Nils Eichberg und Hannah Dübgen
Der Futurologe Michael enthüllt seinem besten Freund Alex, dass seine neue...

"Vater" von Florian Zeller gewinnt zwei Oscars
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Neu: "Stimmen im Kopf" Musical von Wolfgang Böhmer und Peter Lund
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Neue Stoffrechte: Iris Hanikas "Echos Kammern"
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Dramatiker:innen-Fonds am Berliner Ensemble
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Bild von Annika HenrichHenrich, Annika
© Kerstin Schomburg 

Annika Henrich wird 1990 in Gießen geboren. Sie studiert Szenische Künste an der Universität Hildesheim mit einem Auslandsaufenthalt an der Anadolu Üniversitesi Eskişehir (Türkei) und Dramaturgie an der Akademie für Darstellende Kunst in Ludwigsburg. Neben und im Rahmen ihres Studiums entwickelt sie Performances und Festivalformate und betreut als Dramaturgin studentische Produktionen. Assistenzen und Hospitanzen in den Bereichen Regie und Dramaturgie absolviert sie am Stadttheater Gießen, Schauspiel Hannover, Schauspiel Stuttgart und im Suhrkamp Theaterverlag. Seit der Spielzeit 19/20 ist sie Dramaturgieassistentin am Schauspiel Hannover.

Ihr Stück Halt mich auf gewinnt 2019 den Publikumspreis des Hans-Gratzer-Stipendiums am Schauspielhaus Wien und wird im März 2020 am Staatstheater Nürnberg uraufgeführt.

 

Halt mich auf

2D, 2H

Es ist einer dieser bizarren multifunktionalen Gebäudekomplexe, wie sie in fast jeder Großstadt stehen: Zwischen Büros und Mietwohnungen, Ladenzeile und Parkhaus sollte hier am "Kreisel" das moderne Leben blühen. Heute wirken die Menschen fehl am Platz. Eine junge Frau will eigentlich Schauspielerin sein, schleppt sich mit ihrem selbstgeschriebenen Monolog aber bloß von Job zu Job. Eine Biotechnologin verbringt die Zeit im Bullshit-Job damit, möglichst beschäftigt auszusehen. Es ist zu spät, um jemanden nach ihrer genauen Aufgabe zu fragen. Und ein Bauunternehmer versteht die Welt nicht mehr, als eine Menschenmenge gegen seine geplante Sanierung protestiert.

Wo gehören wir hin? Inmitten heutiger urbaner Realität strampeln sich drei Existenzen ab zwischen Vereinzelung und Liebessehnsucht, Gentrifizierung und Prekariat. Kommentiert von den Stammgästen der Kneipe nebenan, die im Nichtstun ihre ganz eigene, entrückte Form der Rebellion gefunden haben.

Halt mich auf wurde mit dem Publikumspreis des Hans-Gratzer-Stipendiums ausgezeichnet:

"Wo ist das schöne Leben - als tatsächlicher Ort in der Welt? Annika Henrichs Text entzieht sich intelligent den Konventionen gesellschaftskritischer Bühnenstücke und pflanzt ganz sanft ein Misstrauen: Liegt nicht ein totaler Skandal in dem kampflosen Hinnehmen unserer Lebensumstände? Dabei ist ihr Text noch zum Brüllen komisch (kein kleines Kunststück)!"
Nis-Momme Stockmann, Mentor des Hans-Gratzer-Stipendiums 2019

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