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Leben und Sterben in Wien

von Thomas Arzt

5D, 7H

Thomas Arzt entwirft ein gleichermaßen blutiges wie poetisches Bild der österreichischen Zwischenkriegszeit. Hauptfigur des Stückes ist die junge Fanni, deren katholisch geprägtes Leben durch die Begegnung mit der schillernd rätselhaften Sara eine Wendung nimmt. Begeistert von deren sozialistischen Ideen geht Fanni in die Hauptstadt Wien, erlebt die Errungenschaften der Arbeiterbewegung und sieht zugleich das Ende der Ersten Republik aufziehen.

Eindringlich zeigt Leben und Sterben in Wien die Radikalisierung einer Gesellschaft, das Zerbrechen der Solidarität und den sprachlichen „Nährboden“ für Faschismus und Nationalismus. Über ein Dutzend Figuren ruft Thomas Arzt dafür auf den Plan, lässt sie in Liedern aus der Handlung heraustreten und spinnt ein feinteiliges Netz rund um die „völlig frei erfundene“ Geschichte einer Frau, die sich von ihren Wurzeln emanzipiert.