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UA: "Anfang und Ende des Anthropozäns"
Am 19. November war die Uraufführung von Philipp Löhles neuem Stück Anfang...

Ausgezeichnet: NESTROY 2021 für "Krasnojarsk" und "Einfach das Ende der Welt"
Bei der Verleihung der NESTROY-Theaterpreise 2021 wurden u. a. die DSE von...

Neu: "Schlafmodus" von Beatrix Rinke
Um nichts Geringeres als den "Weltschlaf" geht es in dem Debütstück von...

UA: "Siri und die Eismeerpiraten" am LTT
Am 4. Dezember feiert Siri und die Eismeerpiraten von Frida Nilsson seine...

Neu: Charivari 2021
Charivari 2021: Unser aktuelles Verlagsprogramm für die Spielzeit 2021/22...

Ausgezeichnet: BR-Operettenfrosch 21/22 für "Clivia" von Nico Dostal an der Oper Graz
Die Neuproduktion von Nico Dostals Operette Clivia der Oper Graz wurde mit...

Martina Clavadetscher gewinnt Schweizer Buchpreis
Für ihren Roman Die Erfindung des Ungehorsams wurde Martina Clavadetscher am...

Neufassung: "Mack und Mabel" von Jerry Herman
Aus der Feder des La Cage Aux Folles-Komponisten Jerry Herman stammt der...

ÖE: "Ich, Ikarus" von Oliver Schmaering am Burgtheater, Wien
Am 14. November feiert Ich, Ikarus von Oliver Schmaering seine...

UA: "Anfang und Ende des Anthropozäns" von Philipp Löhle
Am 19. November ist die Uraufführung von Philipp Löhles Stück Anfang und Ende...

DSE: "Noch einen Augenblick" von Fabrice Roger-Lacan am Renaissance-Theater Berlin
Am 26. November findet die deutschsprachige Erstaufführung von Noch einen...

Neue Stoffrechte: "Eine runde Sache" von Tomer Gardi
Zwei Künstler aus zwei unterschiedlichen Jahrhunderten reisen durch...


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Labiche, Eugène

Eugène Marin Labiche wurde 1815 in Paris geboren. Sein erstes Stück kam 1837 auf die Bühne. Über vier Jahrzehnte schrieb er für die Pariser Bühnen zahlreiche Komödien, Lustspiele, Possen und Vaudevilles. Er starb 1888 in seiner Heimatstadt.

 

Ein Florentinerhut

Deutsch von Rainer Kohlmayer
5D, 11H

Pferd frisst Hut! Das könnte als Schlagzeile den Beginn des Stückes markieren. Die dramatischen Auswirkungen des kleinen Missgeschicks hätte sich Fadinard allerdings kaum ausmalen können. Weil sein Pferd mit diesem Imbiss das außereheliche Techtelmechtel einer verheirateten Dame entlarvt hat und von ihrem jähzornigen Liebhaber zur sofortigen Ersetzung der Kopfbedeckung erpresst wird, jagt Fadinard ausgerechnet an seinem Hochzeitstag kreuz und quer durch Paris, um einen identischen Florentinerhut aufzutreiben. Die nichtsahnende, etwas tölpelhafte Verwandtschaft vom Lande ist ihm dabei stets auf den Fersen und sorgt immer wieder für ein heillos komisches Durcheinander. Gegen Schluss wird die Spannung immer größer, weil sich auch der Ehemann der Hutbesitzerin brutal einmischt. Fadinard rettet das happy end mit Eleganz und dank einem überraschenden Hochzeitsgeschenk. Labiche gelang mit dem FLORENTINERHUT das Meisterwerk der Situationskomödie schlechthin, das Stück bietet aber auch herrliche Rollen für Charakterkomik.

Rainer Kohlmayer hat den schnörkellosen Stil Labiches präzise und mit feinem Gespür für den atemberaubenden Rhythmus des Textes ins Deutsche übertragen. Für den Dialogwitz des Originals findet er ebenso treffende Übertragungen wie für die parodistischen Liedtexte.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch

Der Florentinerhut