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Am 8. Oktober ist die österreichische Erstaufführung von lauwarm von Sergej...

Aktuelle Stücke fürs Junge Theater: Haltung zeigen
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UA: "Heidelberg 72ff." von Philipp Löhle am Theater Heidelberg
Am 7. Oktober ist die Uraufführung von Philipp Löhles Stück Heidelberg 72ff....

"Dear World" von Jerry Herman am Theater Bielefeld
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SEA: "Wer ist Walter" von Ariane Koch am Theater Winkelwiese Zürich
Am 24. September hat Wer ist Walter von Ariane Koch Schweizer Erstaufführung...

Christian-Dietrich-Grabbe-Preis 2022 für Amir Gudarzi
Amir Gudarzi wird für sein Stück Quälbarer Leib - ein Körpergesang mit dem...

Wiederentdeckt: "Das Halsband" von John Vanbrugh am Renaissance-Theater Berlin
Am 9. Oktober hat Das Halsband von John Vanbrugh am Renaissance-Theater...

Nominierung Förderpreis Christian-Dietrich-Grabbe-Preis 2022 für Johanna Kaptein
Johanna Kaptein wird für ihr Stück Karla sagt für den erstmals...

Nominierungen Deutscher Musical Theater Preis 2022
Wir freuen uns über die zahlreichen Nominierungen zum Deutschen Musical...

Premiere: "nachtschattengewächse" von Johannes Hoffmann am Burgtheater
Am 24. September feiert nachtschattengewächse von Johannes Hoffmann am...

UA: "Vakuum" von Maria Ursprung am Deutschen Theater Berlin
Am 21. September hat Maria Ursprungs Klassenzimmerstück Vakuum Uraufführung...

Lion Feuchtwanger am Berliner Ensemble: "Exil"
Am 10. September hat Lion Feuchtwangers Exil in der Bearbeitung von Luk...


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Bild von Ivana SokolaSokola, Ivana
© Avi Bolotinsky 

Ivana Sokola, geboren 1995 in Hamburg, studierte Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. 2020 war sie eingeladen zum Festival 4+1 - Ein Treffen junger AutorInnen am Schauspiel Leipzig. 2021 wurde sie für ihr Stück Kill Baby mit dem Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen und Dramatiker ausgezeichnet. Zuvor gewann sie mit Kill Baby bereits den Sonderpreis des Deutschen Kinder- und Jugendtheaterpreises. Für ihr Nachfolgestück Pirsch wurde sie mit dem Autor:innenpreis des Heidelberger Stückemarkts 2022 ausgezeichnet.

Mit Jona Spreter bildet sie das Autor*innenduo Sokola//Spreter. Ihr gemeinsames Stück Tierversuch wurde mit dem Publikumspreis des Hans-Gratzer-Stipendiums am Schauspielhaus Wien ausgezeichnet und war für den Münchner Förderpreis für deutschsprachige Dramatik nominiert. In der Spielzeit 2022/23 übernimmt das Duo die neue Hausautor:innenschaft am Theater Münster.

 

Pirsch

2D, 1H

Ausgezeichnet mit dem Autor:innenpreis des Heidelberger Stückemarkts 2022

Ein Stadtfest, ein Dorffest, eine Kirmes, ein Schützenfest: Jedes Fest hat Regeln. Man tanzt. Man isst. Marinka kehrt nach Jahren in ihren Heimatort zurück – und während das FEST unermüdlich vor sich hin feiert, kommen Erinnerungen hoch, an eine ganz bestimmte Festnacht, seit der Marinka nicht mehr tanzen will. Eine Nacht, die sich schwer in Worte fassen lässt. Nur ein Traum, sagt ihr Bruder. Marinka könne den Umfang der Tat nicht nennen, sagt die Polizistin. Aber Marinka will nicht länger Opfer sein, sondern Jägerin. Gemeinsam mit einem Rudel Hunde nimmt sie eine unerbittliche HATZ auf, um Gewalt mit Gewalt zu bekämpfen, zwischen Rache und Schuld, zwischen Gnade und Geheul. (Heidelberger Stückemarkt)

Pirsch ist eine "Parabel über strukturelle Gewalt und patriarchal geprägte Machtverhältnisse. Jans nur oberflächliches Eingehen auf Marinka und sein Versuch, die Aufklärung zu verhindern, Marinkas Beharren auf ihrer Version der Geschichte - das ist ein #MeToo-Muster, das hier, der Konkretion enthoben, etwas Überzeitliches enthält. Es gibt in Pirsch nicht eine:n juristische:n Sieger:in, sondern im direkten Dialog verhandeln die beiden Geschwister eine neue Machtverteilung."
(Elena Philipp, Stückporträt für den Heidelberger Stückemarkt)

"Wir haben uns für die sprachliche Brillanz, eine feine Stückkomposition und Relevanz entschieden. Was anmutet wie ein theatrales Poem, verführt in kriminalistischer Art zur Hinterfragung des allseits bekannten Phänomens eines Dorffestes und seiner Abgründe (...). Wir werden von Ivana Sokola auf die Pirsch geschickt – auf der Suche nach der Wahrheit, die Rache als Möglichkeit, begleitet von antik anmutenden Chören, die den Aufbau wie auch die Dekonstruktion der Protagonistin befeuern – (...) gekonnt, versiert und vor allem sprachlich sehr fein, rhythmisch brillant (...)."
(Marie Bues, Carola Unser, Laudatio des Autor:innenpreises des Heidelberger Stückemarkts)

"Sehr fein und subtil, mit fast klassischem Sprachgefühl, kühn switchend zwischen plattem Karteikarten-Deutsch und trügerischer Poesie"
(Bernd Noack, Theater heute)


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