28.01.2023

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Bild von Philipp LöhleLöhle, Philipp

Geboren 1978 in Ravensburg. Studium der Geschichte, Theater- und Medienwissenschaft und deutschen Literatur in Erlangen und Rom. Erste Theaterstücke entstanden noch während des Studiums. Außerdem journalistische und filmische Arbeiten (Kurzfilme, Dokumentarfilme, Praktika). Für sein Stück "Genannt Gospodin" wurde der Autor mit dem Förderpreis des Bundesverbandes der Deutschen Industrie ausgezeichnet. 2007 gewann Philipp Löhle den Werkauftrag des Theatertreffen-Stückemarktes, gestiftet von der Bundeszentrale für politische Bildung. "Lilly Link" wurde 2008 mit dem Jurypreis des Heidelberger Stückemarkts ausgezeichnet. Er war mehrfach für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert: 2008 für "Genannt Gospodin", 2012 für "Das Ding", das mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde, und 2014 für "Du (Normen)". Alle genannten Stücke sind im Programm des Rowohlt Theater Verlags. Philipp Löhle war Hausautor am Maxim Gorki Theater in Berlin, am Nationaltheater Mannheim und am Staatstheater Mainz. Seit der Spielzeit 2019/20 ist er Hausautor am Staatstheater Nürnberg.

 

Der Hund muss raus

4 Darsteller:innen
UA: 01.04.2022, Deutsches Theater Göttingen

"'Ich habe gerne Sachen ausprobiert', sagt Sabine. 'Ich fand es ziemlich lang ziemlich toll', sagt der Johannes. 'Die Therapie ging ein halbes Jahr. Danach war ich fast vier Jahre trocken', sagt Stefan." "Philipp Löhle inszeniert eine Geschichte des Suchtkonsums, verwoben mit Lebensgeschichten und -wirklichkeiten jenseits der Klischees." (Nachtkritik) Wir begegnen Drogen überall: Auf dem Bahnhofsvorplatz, im Büro, auf Partys und Festivals. Doch gibt es typische Verknüpfungen von Biografie, Ereignissen, Dispositionen und bestimmten Drogen? Stellt das Leben irgendwann die Weichen oder ist jede:r einzelne für seine:ihre Süchte und Abhängigkeiten selbst verantwortlich? Und wie reagiert die Gesellschaft auf Süchtige? Philipp Löhle erforscht in Gesprächen mit Betroffenen und Expert:innen Mechanismen und Realitäten von Drogen und Süchten.

"Es geht nicht darum, die Biographien auszustellen, sondern eben: Sie nachzuvollziehen." (Nachtkritik) "Da ist nichts aufgesagt, sondern es sprechen wirkliche Menschen; erzählen mal nüchtern, mal ausbrechend ihre Biografien, können sich wunderbar verhaspeln, stottern oder einander ins Wort fallen." (Göttinger Tageblatt) Ergänzt und konterkariert werden diese persönlichen Geschichten immer wieder mit Exkursen zur Geschichte der Drogen, vom Opium in der Steinzeit über die Opiumkriege bis zum Onlinehändler Shiny Flakes. Und dabei wird klar: Drogen sind auch ein großes Geschäft, in dem Kriege und Drogentote nur kleine Hindernisse auf dem Weg zu traumhaften Gewinnen sind.

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