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"'Verbindungsfehler' geht unter die Haut" - UA von Julian Mahid Carly
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Necati Öziri gewinnt beim Bachmann-Preis
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Sommertheater 2021: Premieren im Musiktheater
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Bild von Paul BurkhardBurkhard, Paul

Der 1911 in Zürich geborene Paul Burkhard begann seine Theaterlaufbahn nach Abschluss des Konservatoriums als Korrepetitor und Kapellmeister am Stadttheater Bern, wurde aber bald als Leiter der Musikabteilung ans Zürcher Schauspielhaus berufen.

Als 24-jähriger schrieb er seine erste Operette Hopsa ganz im Stil der zeitgenössischen Revue-Operetten, ehe er 1939 mit dem Schweizer Mundartstück "Der schwarze Hecht" überregional auf sich aufmerksam machte. 1950 erlebte das Stück in der Bearbeitung von Erik Charell unter dem Titel Das Feuerwerk seine Aufführung am Münchner Gärtnerplatz-Theater und verschaffte Burkhard, nicht zuletzt dank des Chansons "Oh, mein Papa", den endgültigen Durchbruch und weltweite Berühmtheit. Allein das "abendfüllende Chanson" Das Feuerwerk wurde bis heute in über 40 Sprachen übersetzt.

Daneben entstanden die komische Oper "Casanova in der Schweiz" (1942), Tic-Tac (1946), "Die Weibermühle" (1951), "Spiegel, das Kätzchen" (1956) nach der Novelle Gottfried Kellers, Die Pariserin (1957) und Bunbury (1965) nach Oscar Wildes Komödie. An den überwältigenden Erfolg von Das Feuerwerk konnte er mit diesen Werken allerdings nicht mehr anknüpfen.

Nach Aufgabe seiner Tätigkeit als Dirigent und Leiter des Studioorchesters des Radio Beromünster zog er sich in das schweizerische Zell im Kanton Zürich zurück, um sich kirchlichen Werken und religiösen Spielen zu widmen: "Die Zeller Weihnacht", "Die Zeller Ostern", "Sieben Stufen des Lebens" u.a. Am Ende seines Lebens kehrte er noch einmal zu der Gattung zurück, die er aus dem Geiste des Chansons zu erneuern gehofft hatte, zur Operette.

Die Uraufführung seines letzten und von ihm selbst als sein "liebstes Kind" bezeichneten Werkes, "Regenbogen", erlebte er indessen nicht mehr. Paul Burkhard starb am 6. September 1977. Die Uraufführung des Stückes fand am 30. November 1977 in der Basler Komödie statt.

 

Die Pariserin

Musikalische Komödie in drei Akten
nach Henri Becque
Buch von Fridolin Tschudi
Musik von Paul Burkhard
Deutsch von N. O. Scarpi
2D, 4H
Orchesterbesetzung: Fl I, II (Picc), Klar I, II (B.Klar), Git, Kl, Kb
UA: 31.12.1957, Schauspielhaus Zürich

Die Pariserin erzählt eine amüsante Geschichte über das Paris der Jugendstil-Zeit. Madame Claudine, die charmante Frau eines freundlichen, aber etwas biederen Finanzbeamten, hat einen höchst eifersüchtigen Hausfreund. In Erwartung eines jüngeren Kavaliers haben sie und ihre kesse Zofe Suzette große Mühe, den lächerlich argwöhnischen Ex-Liebhaber loszuwerden. Der Ehemann hat es indes auf Suzette abgesehen, die aber den Gärtner vorzieht.

Als der von Madame zum neuen Hausfreund ausersehene hübsche junge Mann eintrifft, beginnt ein turbulentes "Räumchen"-wechsle-dich-Spiel. Nachdem der alte Liebhaber endlich "abgehängt" ist, erweist sich der neue als allzu unkompliziert. Bald sehnt sich Madame nach den unterhaltsamen Eifersuchtszenen ihres verlassenen Hausfreundes zurück...

Dieses Werk vertritt FELIX BLOCH ERBEN im Subvertrieb für den Musikverlag und Bühnenvertrieb Zürich AG.