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Am 16. Oktober war die Uraufführung von Sergej Gößners Stück Der fabelhafte...

"Hedwig and the Angry Inch" von Stephen Trask und Cameron Mitchell in Hannover und Ingolstadt
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Neu bei FBE: "Ein Lebensgefühl" von Claudine Galea
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DE: "The Party" von Sally Potter an den Bühnen Halle
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Vier außergewöhnliche Operettenpremieren im Oktober
Im Oktober haben vier interessante Operetten-Raritäten Premiere: Der liebe...

UA: "Mein Jimmy" von Werner Holzwarth
Werner Holzwarth, Autor des Bestsellers Vom kleinen Maulwurf, der wissen...

"Der liebe Augustin" von Leo Fall am Theater Görlitz
Mit Der liebe Augustin hat eine der bekanntesten Operetten Leo Falls am 2....

UA: "Slapstick" von Wieland Schwanebeck am GHT Görlitz-Zittau
Am 16.10. war die Uraufführung von Slapstick von Wieland Schwanebeck am...

UA: "Rotkäppchen und Herr Wolff" von Sergej Gößner am RLT Neuss
Am 28.10. ist die Uraufführung von Rotkäppchen und Herr Wolff, das Sergej...

Wir trauern um Ulf Nilsson
Die Bücher von Ulf Nilsson wurden in den vergangenen 40 Jahren zu wahren...

Hörspiel: "Pig Boy. 1986-2358. Replay der Menschwerdung" von Gwendoline Soublin
Schweine-Junge, Schweine-Prozess, Schweine-Utopie: In drei Episoden einer...


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Bild von Sofia FredénFredén, Sofia
© Bengt Wanselius 

1968 geboren, studierte Sofia Fredén bis 1989 Theaterwissenschaft an der Universität Göteborg und Filmwissenschaft an der Universität Stockholm. Nach der Beschäftigung mit der Semiotik des Theaters an der Universität Kopenhagen, ging Fredén von 1990 bis 1991 für ein Jahr an die Universität nach Massachusetts und studierte dort Schauspiel, Regie und Dramaturgie.
Ihre Studienzeit beendete Fredén 1995 am "Dramatiska Institutet", einer Universität für Film, Radio, Fernsehen und Theater in Stockholm, wo sie sich dem Schreiben für Theater und Fernsehen widmete.

Nach ihrem Studium schrieb sie zahlreiche Texte für das Theater, aber auch für Film und Radio. Ihre Theaterstücke wurden in ganz Schweden aufgeführt. U.a. im "Königlichen Dramatischen Theater" in Stockholm.
2005 erhielt sie für drei ihrer Stücke den Kritikerpreis für Kinder- und Jugendtheater: "Bara Barnet" (Only a Child), Königskinder (Rotten: The Life of a Princess) and "Solapan" (The Sun Monkey). Ihr Stück Ich male meinen Himmel orange feierte 2013 am "Örebro Länsteater" Premiere.
Sofia Fredén lebt in Stockholm und schreibt für das "Stockholmer Stadttheater".

 

Ich male meinen Himmel orange

(Jag malar min himmel orange)
Jana Hallberg
3 Personen
UA: 07.03.2013, Länsteater Örebro
frei zur DSE

Leos Welt besteht aus Farben. Mit dem Lesen steht er auf Kriegsfuß, denn für ihn bestehen die Wörter eben auch aus Farben: Die Acht z.B. ist rot oder Dienstage sind weiß. Leos Mama und die Lehrerin nehmen die Welt anders wahr und bringen die Dinge mit Buchstaben aufs Papier. Aber was haben die widerspenstigen Striche und Kringel mit der echten Welt zu tun, mit Lebewesen, die umherspringen wie Affen oder rufen wie Uhus? Und dann gibt die Lehrerin Leo auch noch die Aufgabe, die Worte "Orange" und "Dschungel" zu schreiben! Warum überhaupt schreiben, wenn man die Dinge mit Pinselstrichen hundertmal besser abbilden kann?

Als Leo vollkommen verzweifelt ist, weil er die Dinge so ganz anders sieht als alle anderen, betreten die Orang-Utans aus seinem Buch das Kinderzimmer und erzählen, was sich im Dschungel zugetragen hat. Mama sucht inzwischen Rat bei der Lehrerin, nichts scheint zu helfen und Leo beginnt, die Schule zu hassen. Am nächsten Tag im Unterricht soll Leo etwas an die Tafel schreiben. Er beginnt, die Geschichte aus dem Buch nachzuerzählen, wie die Affen sie ihm übermittelt haben – und erweist sich als wunderbarer Erzähler.

Sofia Fredén nimmt in ihrem Stück Ich male meinen Himmel orange die Sicht eines Jungen ein, dessen Lese-Rechtschreibschwäche das pädagogische System Schule an seine Grenzen bringt. Lange wird Leo nur in seinem Versagen gesehen. Erst als sein Talent, die Welt in Farbe zu begreifen, erkannt wird, gibt es einen Ansatzpunkt beim Schreiben weiterzukommen.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.

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