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So schön wäre es gewesen - Knut Hamsuns "Spiel des Lebens"
Die Premiere von Spiel des Lebens von Knut Hamsun war für den 20.3. geplant....

Terrence McNally im Alter von 81 Jahren verstorben
Der amerikanische Autor Terrence McNally ist am 24. März in New York in Folge...

Neu: "Wolf unter Wölfen" (Oper) von Søren Nils Eichberg und John von Düffel
"Es ist hungrige Zeit, Wolfszeit. Wer stark ist, lebe! Aber wer schwach ist,...

Neu: "Neue Reisende" von Tine Høeg
Tine Høegs Roman Neue Reisende - ausgezeichnet als bestes dänisches Debüt -...

Neu: "Polly" von Fabrice Melquiot
Als Polly auf die Welt kommt, kann niemand sagen, was er-sie ist: Junge?...

Neu: "Sprache, mein Stern. Hölderlin hören." - Hörspiel von Ruth Johanna Benrath
Die späten Gedichte Friedrich Hölderlins galten lange als minderwertige...

Neu: "Linie 912" von Thilo Reffert
In und um den Bus der Linie 912 kreuzen sich zehn Lebenswege und sind danach...

"Bombentyp" (FAZ) und "super-flockig" (Die deutsche Bühne) - UA von Löhle/Abbasi
Kurz bevor der Spielbetrieb eingestellt werden musste, war am 13. März die...

Neu: "Serpentinen" von Bov Bjerg
Mit Auerhaus gelang Bov Bjerg 2015 der Durchbruch und eroberte wenig später...

Neu: "Frida und der NeinJa-Ritter" von Philipp Löhle
Am 11. März erscheint das Kinderbuch Frida und der NeinJa-Ritter zum...


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Bild von Curt GoetzGoetz, Curt

1888 in Mainz geboren, zählt Curt Goetz zu den wichtigsten Vertretern der gehobenen deutschen Boulevardkomödie und des brillant geschriebenen Konversationsstücks. Bei der pointierten Ausarbeitung der Dialoge dürften dem Autor seine Erfahrungen als Schauspieler sicherlich ebenso geholfen haben wie bei der Dramaturgie seiner well-made-plays.

Standen am Anfang seiner schriftstellerischen Karriere Einakter im Mittelpunkt, etablierte er sich ab 1921 auch als Autor abendfüllender Stücke, wobei er sich viele Hauptrollen quasi "auf den Leib" schrieb z. B. Hokuspokus (1927) oder Dr. Med. Hiob Praetorius (1932).

In den 30er Jahren schrieb er vermehrt Drehbücher und produzierte Filme. 1939 emigrierte er gemeinsam mit seiner Frau Valerie von Martens in die Vereinigten Staaten. Ab 1945 lebte er in der Schweiz, wo er am 12. September 1960 starb.

Im Auftrag von Felix Bloch Erben bearbeitete Curt Goetz den bekannten Schwank Der Raub der Sabinerinnen. Diese Fassung zählt noch heute zu den beliebtesten Bearbeitungen dieses Werkes.

Curt-Goetz-Gesellschaft e. V. (externer Link)

 

Die Tote von Beverly Hills



Der Schweizer Emigrant C. G. findet in den Hügeln Hollywoods den nackten Körper einer jungen Frau. Der geniale Detektiv Ben Blunt nimmt C. G. mit auf die Spurensuche. Schnell ist klar: Die ermordete Lu Sostlova hat nicht nur eine bewegte Vergangenheit. Unter dem Schein des reichen bürgerlichen Lebens führte sie ein pikantes Liebesleben, das sich dank ihres sorgfältig geführten, geheimen Tagebuchs minutiös rekonstruieren lässt. An ihrem Ehemann vorbei hielt sie sich mehrere Geliebte – und so mancher hätte ein nur zu gutes Motiv für den Mord gehabt ...

Dieser spritzige Cocktail aus Kriminalgeschichten, erotisch geladenem Tagebuch, stilechtem Western und einem Schuss Autobiografie, gemixt in Hollywood und versetzt mit einem Hauch Melancholie, ist ein äußerst geistreicher Genuss. Das Vergnügen am schlagkräftigen Wort, an der überraschenden Pointe, am Gewagten, das delikat das Allzu-Gewagte verschweigt, alles, was den Bühnenautor Goetz so unnachahmlich machte, funkelt auch in jeder Zeile dieser „Satire auf einen Bestseller“. (Deutscher Taschenbuch Verlag)

Anlässlich der DVD-Veröffentlichung der Verfilmung von 1964 (Regie Michael Pfleghar) in einer komplett restaurierten Fassung schrieb der Tagesspiegel: "Im Grunde beruht 'Die Tote von Beverly Hills' auf der Formel: Papas Kino minus piefige Mehlspeisigkeit plus Neuer Deutscher Film minus Oberseminar. ( ... ) Zwischen diesen Polen des BRD-Kinos wirkt der Film wie ein irrlichternder Solitär mit Freude am Spiel mit filmischen Formen und Tonfällen. Mal erinnert er an eine ausgelassene osteuropäische Komödie, dann wieder an die Nouvelle Vague, schließlich an die lässigen Pop-Art-Komödie jener Zeit. ( ... ) Dass er als einer der schönsten deutschen Farbfilme der 60er über weite Strecken in Schwarz-Weiß gedreht ist, gehört dabei zum Programm, ständig Erwartungen zu unterlaufen."

Hinweis: Es ist jeder Bühne möglich, in Rücksprache mit dem Verlag eine eigene Adaption des Romans zu erstellen.